1600 Besucher nutzten die Gelegenheit, die Polizeischule in Fürstenfeld von innen zu sehen 

40 Jahre Polizeifachhochschule

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Schon gleich nach der Eröffnung des „Tag der offenen Tür“ strömte Jung und Alt in das ansonsten der Öffentlichkeit nicht zugängliche Klosterareal der Polizeifachschule

Fürstenfeldbruck – Die Polizei steht in der Bevölkerung hoch im Kurs. Diesen Eindruck erhielt der Besucher, der am 18. Juli, dem „Tag der offenen Tür“ bei der Polizeischule im Kloster Fürstenfeld einen Besuch abstattete. Trotz hochsommerlichen Temperaturen nutzten 1.600 Besucher die Gelegenheit, anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege – Fachbereich Polizei – einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. 

 Mit einem interessanten und anspruchsvollen Programm stellte die Schule nicht nur ihre sechs Fachbereiche und die Arbeit der Polizei vor, sondern ermöglichte auch Führungen durch Räume des ehemaligen Klosters in sonst nicht zugängliche Bereiche. „Wir sind mit dem Besuch hochzufrieden“, freute sich der Leiter des Fachgebiets 6 – Gesellschaftswissenschaften und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit an der Fachhochschule, Regierungsdirektor Dr. Holger Nitsch, über die große Resonanz. „Das sind mehr als wir erwartet haben.“ Die Schule hatte mit vielen fleißigen Helfern die Veranstaltung optimal vorbereitet. Natürlich nutzte auch die Polizei die Gelegenheit, um Werbung in eigener Sache zu betreiben. Neben Informationen über die Ausbildung und den Unterricht der Studierenden gab es auch einen Stand, der über die Einstellungsvoraussetzungen informierte. Da erfuhr der interessierte Besucher beispielsweise dass die Ausbildung für die Schutz- und Kriminalpolizei in der Regel drei Jahre dauert und durch Praktika beim polizeilichen Einzeldienst und bei der Bereitschaftspolizei ergänzt wird. 

Die angehenden Kommissare werden in über 25 Studienfächern unterrichtet: Das Spektrum reicht von den klassischen Rechtsfächern über Führungs- und Einsatzlehre, Kriminalistik bis hin zu Soziologie, Psychologie und politischer Bildung. Einen kleinen Einblick vermittelten dazu verschiedene Vorträge wie zum Beispiel die Vorträge über Zivilcourage, der den Besuchern anhand eines Films konkrete Verhaltensregeln und Tipps mit auf den Weg gab. Brucks Oberbürgermeister Klaus Pleil und seine Gattin Claudia besuchten bei ihrem Rundgang den Vortrag über Rechtsradikalismus. Viele Besucher interessierten sich aber auch für eine Klosterführung, insbesondere für eine Besichtigung des Churfürstensaals, dessen Restaurierung im Jahre 2010 abgeschlossen wurde. „Nachdem der normale Bürger selten Gelegenheit hat, den Saal zu besichtigen, nahm ich die Gelegenheit endlich wahr“, meinte ein älterer Besucher aus dem Landkreis. 

Anschließend nahm er am Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger in der Klosterkirche teil. Gleichermaßen in den Bann zogen Jung und Alt die Demonstrationen der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes. Mit Hilfe eines so genannten „Manipulators“, einem mit zahlreichen Werkzeugen ausgestattetem Roboter, simulierten die mit schwerem Splitterschutzanzug ausgestatteten Beamten ferngesteuert die Entschärfung eines mit einer angedachten Bombe drapierten Koffers. Doch vor allem aber kamen die Kinder an diesem Tag auf ihre Kosten. Die Kids hatten ihre Favoriten schnell gefunden. So standen sie geduldig an, bis sie endlich an die Reihe kamen, um den kleinen Kanal mittels einer Seilrolle zu überqueren, oder bis sie in einem ausrangierten Hubschrauber mittels eines eingebauten Flugsimulators einige Runden drehen konnten.

 Dieter Metzler

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