10 Jahre Bürgerservice-Zentrum im Landratsamt FFB – Rund 274 000 Personen nutzten das sogenannte Service-Ei

10 Jahre erfolgreiches Bürgerservice-Zentrum im Brucker Landratsamt ist Anlass zur Freude (v. li.): Referatsleiter Markus Pree, Landrat Thomas Karmasin und Abteilungsleiter Herbert Reinel. Foto: Dieter Metzler

940.000 Bürgerkontakte in zehn Jahren sprechen für sich. Das Bürgerservice-Zentrum des Landratsamtes Fürstenfeldbruck, aufgrund seines elliptischen Rundbaus vom Volksmund mit dem Spitznamen „Service-Ei“ versehen, feiert am Montag, 23. Januar, zehnjähriges Jubiläum. Den „Service aus einer Hand“, die schnelle, kompetente und abschließende Sachbearbeitung zu erweiterten Öffnungszeiten haben die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises zunehmend schätzen gelernt, lautet das erfolgreiche Resümee, das Referatsleiter Markus Pree unlängst bei einer Pressekonferenz gab.

„Was mich jetzt freut, ist, dass wir mit dem Bau des Bürgerservice-Zentrums Recht behalten haben“, erinnerte dabei Landrat Thomas Karmasin an die damals politisch nicht ganz einfach zu leistende Überzeugungsarbeit. Die Kosten des ohnehin abgespeckten Baus haben seinerzeit vier Millionen Euro betragen. Die Gegner hielten den Anbau damals nicht nur für zu teuer, sondern auch noch für nicht notwendig. Jetzt habe man zehn Jahre Erfahrung mit dem Dienstleistungszentrum, und kein Mensch redet mehr darüber, meinte Karmasin. Wenn jetzt nochmals die Entscheidung anstünde, würde man das Gebäude gleich dreistöckig bauen müssen, denn es fehlen der Kreisbehörde jede Menge weitere Büroräume. Neben dem Service-Zentrum mit einer großen Theke als erste Anlaufstelle beherbergt das ovale Gebäude in den 50 Büros verschiedene Ansprechpartner aus dem Bereich des Ausländerrechts, des Kfz-Zulassungswesens, der Fahrerlaubnisbehörde, des Jugendamtes und des Jagd- und Waffenrechts. Darüber hinaus sind im gleichen Gebäudeteil das Amt für Ausbildungsförderung, das staatliche Versicherungsamt, der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, die Ausbildungs- und Bildungsberatung, die koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi) sowie das Agenda 21-Büro und Ziel 21 untergebracht. Der kreiseigene Hoch- und Tiefbau, der öffentliche Personennahverkehr und das Schul- und Kulturreferat vervollständigen schließlich den „Servicepavillon“. Bereits nach einem Jahr des Bestehens erhielt das Landratsamt positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, ließ Referatsleiter Markus Pree beim Pressetermin zehn Jahre Bürgerservice-Zentrum Revue passieren. Die positive Resonanz habe das Bürgerservice-Zentrum bereits nach kurzer Zeit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt gemacht und andere Landkreise dazu ermutigt, ähnliche Einrichtungen zu schaffen, wie z. B. der Nachbar-Landkreis Starnberg, der zwei Jahre später folgte, berichtete Pree. Auch die weiteren Zahlen sprechen eindeutig für den Erfolg der Brucker Einrichtung: Rund 274.000 Personen sprachen wegen allgemeiner Auskünfte an der Besuchertheke vor, informierte Pree. Das Servicetelefon nutzten in diesem Zeitraum über 200.000 Anruferinnen und Anrufer. Von der Möglichkeit des Informationsaustausches per E-Mail wurde in ca. 308.000 Fällen Gebrauch gemacht. Eine abschließende Sachbearbeitung in fachlichen Angelegenheiten erfolgte in rund 158.000 Fällen. Am Jubiläumstag, wird der Brucker Landrat nach dem Motto „des Deutschen Schicksal ist es vor einem Schalter zu stehen, des Deutschen Traum hinter einem Schalter zu sitzen“ zwei Stunden lang selbst die Arbeit an der Theke des Bürgerservice-Zentrums in die Hand nehmen.

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