10 Jahre Elterntelefon - Ökumenische Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche feierten

Das Elterntelefon-Team der Ökumenischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (v. li.): Martina Hübner, Peter Donhauser, Magdalena Spann, Berit Lütteke und Leiterin Martina Weisensel. Foto: Dieter Metzler

Zum zehnjährigen Bestehen des Elterntelefons hatten die Ökumenischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche im Landkreis Fürstenfeldbruck befreundete Institutionen zu einer Jubiläumsveranstaltung in die Aula des Viscardi-Gymnasiums eingeladen. Umrahmt wurde die Feier von kurzen Auftritten des Viscardi-Schülertheaters „Impro Macchiato“ unter der Leitung von Claus Hilgers von der Neuen Bühne Bruck, die viel Beifall erhielten.

Die doch häufige Inanspruchnahme des Elterntelefons zeige wie wichtig in der heutigen Zeit die Einrichtung sei, stellte Fürstenfeldbrucks Sozialreferentin Maria Röhl in Vertretung von Oberbürgermeister Sepp Kellerer die Bedeutung des Elterntelefons bei ihrem Grußwort heraus. Viele Familien werden mit ihren Problemen oft allein nicht fertig, da sei es gut, dass es eine Stelle gebe, an die sie sich wenden können. Der Hausherr des Gymnasiums, Oberstudiendirektor Walter Zellmeier, stellte gern die Aula für die Veranstaltung zur Verfügung. „Sie, vom Elterntelefon, und wir, von der Schule, haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen“, meinte er und begrüßte zugleich, dass es auch außerhalb der Schule Einrichtungen wie das Elterntelefon gebe. Erfreut zeigte sich Caritas-Geschäftsführerin Claudia Ramminger, dass so viele Gäste der Einladung Folge geleistet haben. Besonders begrüßte sie Gerda Kistler vom Jugendamt des Brucker Landratsamtes sowie die neue Leiterin der Erziehungsberatungsstellen, Martina Weisensel. Diakonie-Geschäftsführer Uwe Reebs schilderte die Anfänge des Elterntelefons, das sich ursprünglich aus dem Kummertelefon entwickelt hat. Dabei stellte er besonders heraus, dass vor der Förderung der Einrichtung durch die öffentliche Hand zunächst private Spenden den Anschub für die Einrichtung gaben. Der Reihe nach berichtete anschließend das Elterntelefon-Fachteam Peter Donhauser, Berit Lütteke, Martina Hübner und Magdalena Spann über ihre tägliche Beratungstätigkeiten. Donhauser hob das Engagement der stellvertretenden Landrätin Gisela Schneid hervor, die zu einer großen Fürsprecherin der Einrichtung wurde. Da die Weitervermittlung eine wichtige Aufgabe für das Elterntelefon darstelle, bat Donhauser die anwesenden Netzwerkpartner, jegliche Änderungen in der Ansprechbarkeit zu melden. Die klassische Telefonberatung sei trotz Internetplattform immer noch die am häufigsten genutzte Verbindung, informierte Martina Hübner. Neben Müttern, Vätern, Eltern, Großeltern und Alleinerziehenden suchen Verwandte, Lehrer und Erzieherinnen Rat, berichtete Berit Lütteke. Die häufigsten Anfragen erfolgten bei auftretenden Probleme bei Scheidungen oder wenn ein Kind stiehlt oder bei schulischen Problemen. Selbst Eltern, die sich in der Trennungsphase befinden, wenden sich an die Beratungsstelle, um Hilfestellung bei der Frage, wie sage ich es meinen Kindern, zu bekommen. „Kurz: Das Elterntelefon ist für alle da“, hatte es zuvor die neue Leiterin Martina Weisensel auf den Punkt gebracht. Sie erinnerte dabei auch nochmals an die kostenlose und anonyme Beratung. Mit dem Thema Elterntelefon hatten sich auch Schüler und Schülerinnen aus dem Leistungskurs Kunst der Waldorfschule Gröbenzell und der achten und neunten Klasse des Carl-Spitzweg-Gymnasiums Germering auseinander gesetzt. „Wir waren von den guten Ideen völlig hingerissen“, schilderte Hübner die Ergebnisse des Plakatwettbewerbs und dankte Kunstlehrer Achim Lukat (Waldorfschule) und Veronika Wenger (Carl-Spitzweg-Gymnasium), die durch ihre spontane Unterstützung dieses Kooperationsprojekt erst ermöglicht hatten.

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