50 Jahre Flugmedizinisches Institut - Fliegerärztliche Untersuchungsstelle

Mit einem Festakt im Ludwig-Hölker-Saal der Offizierschule der Luftwaffe feierte das Flugmedizinische Institut der Luftwaffe (FlMedInstLw) am 16. September sein 50-jähriges Bestehen. Dazu konnte der Leiter des „FlugMed“, wie es in Pilotenkreisen kurz genannt wird, Oberstarzt Dr. Klaus Kimmich, zahlreiche militärische Ehrengäste sowie Gäste aus der Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßen. Mit einem anschließendem Empfang im Tagungszentrum der Offizierschule und einem gemeinsamen Sommerfest mit allen Aktiven und Ehemaligen klang die Jubiläumsveranstaltung aus.

Das FlugMed habe sich von einer fliegerärztlichen Untersuchungsstelle zu einem flugmedizinischen Kompetenzzentrum mit internationalem Ruf entwickelt, hob der Amtschef des Luftwaffenamtes, Generalmajor Winfried Gräber, den besonderen Stellenwert der Einrichtung am traditionsreichen Luftwaffenstandort in seinem Grußwort hervor. Die Glückwünsche des Bayerischen Ministerpräsidenten überbrachte Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, der herausstellte, dass auch die zivilen Luftfahrtbehörden dankbar auf das know-how des FlugMed zugreifen. „Diese wertvolle logistische Unterstützung steht beispielhaft dafür, dass die zivil-militärische Zusammenarbeit gut funktioniert, auch auf dem Gebiet der Flugmedizin“, so Hillenbrand. In Vertretung des Brucker Oberbürgermeisters Sepp Kellerer übermittelte Brucks 2. Bürgermeister Johann Schilling die Glückwünsche der Großen Kreisstadt und dankte für das jahrzehntelange gute Miteinander. Die atemberaubende, technische Entwicklung der bemannten Luftfahrt – zivil oder militärisch – ist ohne entsprechende flugmedizinische Begleitung nicht denkbar, betonte der Präsident des Luftfahrtbundesamtes, Ulrich Schwierczinski. Ein „immer höher, immer schneller, immer weiter und immer länger“ war und ist nur möglich, wenn die damit verbundenen, vielfältigen physischen und psychischen Belastungen auf den Menschen erforscht, verstanden und in technische oder betriebliche Lösungen umgesetzt werden, so Schwierczinski. „Die langjährige, enge fachliche und persönliche Zusammenarbeit zwischen dem FlMedInstLw und dem Luftfahrt-Bundesamt ist ein unverzichtbarer Beitrag zur stetigen Verbesserung flugmedizinischer Erkenntnisse und Anforderungen“, sagte der Präsident. Weitere Grußworte überbrachten vom Führungsstab des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generalarzt Dr. Dirk Raphael, der Generalarzt der Luftwaffe, Generalarzt Dr. Jörg Binnewies, der General der Heeresflieger, Brigadegeneral Reinhard Wolski sowie vom Zentrum für Weltraummedizin Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga. Das FlugMed ist die zentrale flugmedizinische Einrichtung der Bundeswehr für Heer, Luftwaffe und Marine. Sein Auftrag besteht in der Auswahl, Untersuchung und flugphysiologischen Ausbildung von Luftfahrzeugbesatzungen der Bundeswehr informierte anschließend der Leiter des FlugMed die knapp 300 Gäste in einem Vortrag über die Geschichte und Entwicklung seiner Dienststelle von den Anfängen bis zur heutigen Zeit. Dann stellte er den Institutsleiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrtmedizin, Prof. Dr. Rupert Gerzer, vor, der in seinem Festvortrag auf die Entstehung und Bedeutung der Flugmedizin einging.

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