60 Jahre hoch auf dem gelben Wagen - FDP feiert Jubiläum im Landkreis

Wenn Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bei der Jubiläums-Veranstaltung zum 60. Gründungsfest des FDP-Kreisverbandes Fürstenfeldbruck im Gasthof Sandmeir in Hörbach auch nur von einem Plakat am Rednerpult den Anwesenden zulächelte, so herrschte unter den Liberalen aus dem Landkreis dennoch eitel Freude. Dazu hatten sie schließlich auch allen Grund, wie Kreischef Dr. Klaus Rehbock bei seiner Begrüßungsansprache nicht ganz ohne Stolz nochmals an die hervorragenden Ergebnisse der zurückliegenden Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen erinnerte. Als eines der wichtigsten Anliegen bezeichnete der seit einem halben Jahr ins Amt des Kreisvorsitzenden gewählte Rehbock die Bildungspolitik.

Die FDP habe stets ihre eigenen Akzente gesetzt, würdigte die stellvertretende Landrätin Gisela Schneid (CSU) das politische Engagement der Liberalen im Kreistag und in den Stadt- und Gemeindegremien. Es gehöre zum Sinn einer Demokratie, kontroverser Meinung zu sein, so Schneid. Mit Sorge beobachte sie die Entwicklung der SPD, wünsche sie sich doch eine ausgewogene Parteienlandschaft im Landkreis. Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Michael Leonbacher, befand, dass beide Parteien mehr als nur das Wort „Freie“ verbinde. Er gab aber auch den Rat, dass die FDP vor lauter Regierungsarbeit in Bund und Land, die Kommunen nicht vergessen dürfe. Grußworte sprachen auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniel Volk, und SPD-Kreisrat Peter Falk, der an die gemeinsamen sozialen und liberalen Wurzeln der beiden Parteien erinnerte und als Geschenk eine CD mit Liedern „zur Erbauung und Nachdenklichkeit“ mitbrachte. Er eile von Premiere zu Premiere, meinte jüngste Abgeordnete im bayerischen Landtag, Tobias Thalhammer, bei seiner ersten Festansprache in seinem jungen Leben. Der Sprecher der FDP-Fraktion für Energie- und Umweltpolitik, der für die verhinderte Bundesjustizministerin eingesprungen war, blieb seinem Thema treu. Er forderte, den „Flächenfraß“ von der wirtschaftlichen Dynamik zu entkoppeln, „damit es weiterhin noch grüne Wiesen gebe“. Von einer 100-prozentigen Versorgung mit alternativen Energien könne man derzeit nur träumen, meinte Thalhammer zur Energiepolitik. „Dazu sind wir noch nicht in der Lage.“ Deshalb trete man für einen Energiemix ein, wobei es wichtig sei, Ökologie und Ökonomie nicht gegeneinander auszuspielen. Die Laufzeiten der Kernkraftanlagen zu verlängern sei die richtige Entscheidung, so Thalhammer, allerdings hinsichtlich der Endlagerung müsse man nach einer generationengerechten Lösung forschen. „Das sind wir der nächsten Generation schuldig“, meinte der 30-jährige Landtagsabgeordnete. Zum rundum gelungenen Abend trug der Musik-Kabarettist und Liedermacher Sepp Raith bei, der sowohl mit deftigen als auch tiefgründigen Liedern die Veranstaltung auflockerte, während die ehemaligen Kreisvorsitzenden Birgit Thomann und Rolf Marquardt 60 Jahre wechselvolle Geschichte der Kreis-FDP Revue passieren ließen. Ein großes Lob durfte dann auch der Vorsitzende des erst vor einigen Wochen gegründeten FDP- Ortsverbandes Westlicher Landkreis, Fritz Steimer, als Gastgeber einheimsen.

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