5 Jahre Sozialforum Amper

Die Welt zu verändern ist gar nicht so leicht. Ein bisschen hat sich das eine kleine Gruppe im Frühjahr 2003 in Grafrath vorgenommen und sich entschlossen, das Sozialforum Amper, eine parteipolitisch und konfessionell unabhängige Initiative zu gründen.

Es sollte die Ziele des Weltsozialforums im Kleinen auf den Landkreis übertragen. Die Weltsozialforumsbewegung ist ein breites Bündnis gegen die negativen Auswirkungen der Globalisierung und der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Für ein menschenwürdiges, umweltverträgliches Leben, in Frieden, Demokratie und gerechter Sozialordnung. Gemeinsam werden Alternativen erarbeitet. An Themen, die besprochen, bearbeitet und referiert werden sollten, fehlte es nicht. Viele Unzulänglichkeiten, Kritiken und Irreführungen in der Politik und in den Medien machten sie aus. Eine rege Arbeit begann und damit auch Öffentlichkeitsarbeit. Bereits im Sommer 2005 konnte ein großes Friedensfest in Grafrath gefeiert werden. Es folgten eine Reihe von Veranstaltungen zu den Themen Frieden, partizipative Demokratie, Gentechnik, Antifaschismus und vieles mehr. Im Sommer 2007 veranstaltete das Sozialforum Amper in Olching ein 2-Tages-Forum gegen Armut im Landkreis. Und am 19. Januar 2008 feierten sie ein Fest zum Tag des Weltsozialforums in Fürstenfeldbruck mit viel Musik, Vorträgen und vielen befreundeten Initiativen, Vereinen und Organisationen. Bei den Fürstenfeldbrucker Gesundheitstagen waren sie mit einem Infostand vertreten. Vor etwa drei Wochen gab es eine gut besuchte, kritische Veranstaltung im Veranstaltungsforum Fürstenfeld über die Friedensmöglichkeiten in Afghanistan. Vor kurzem konnte die Gruppe, aus der inzwischen fünf weitere Initiativen und vier Projektgruppen (mit den Themenbereichen Antifaschismus, Umwelt, Bildung, Armut) entstanden sind, nun ein Fest zum fünfjährigen Bestehen feiern. Es war nur ein kleines, gut besuchtes Fest mit Freunden aus 13 verschiedenen Landkreis-Gruppen. Die positive Einschätzung und das Lob der Gäste zeigte, dass die Themen bei den Leuten ankommen. Die Rückschau war kurz, es sollte ja vor allem in die Zukunft geblickt werden. Kann die Welt verändert, verbessert werden? Und da meinen sie, gibt es noch viel zu tun. So wollen sie an Infoständen die Bürger informieren zu Themen, die ihnen wichtig und natürlich auch aktuell erscheinen. Auch planen sie weiterhin öffentliche Vorträge und treffen sich auch in Zukunft jeden zweiten Samstag im Monat zum Forumstreffen mit befreundeten Organisationen und Initiativen. Und einmal monatlich am Sonntag nachmittag laden sie zum Politcafe ein – zu einem Gedankenaustausch aktueller Themen. Überzeugt ist die Gruppe, dass durch die Vernetzung mit den verschiedenen Organisationen viel Positives erreicht werden kann und sie so ihren Beitrag in der Gesellschaft leistet. Einige Erfolge ihrer Bemühungen haben sie in der Vergangenheit bereits erzielt. Das gibt ihnen Hoffnung, verstärkt weiterzuarbeiten. Denn nur gemeinsam sind wir stark und doch kann jeder Einzelne mit vielen kleinen Schritten etwas bewirken.

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