125 Jahre Turn- und Sportverein FFB - 2600 Mitglieder - Bei der Gründung regierte Prinz Luitpolds Ur-, Ur-Großvater Ludwig II.

„Als der Turn- und Sportverein Fürstenfeldbruck vor 125 Jahren gegründet wurde, da regierte noch mein Ur-, Ur-Großvater Ludwig II. in Bayern“, eröffnete Luitpold Prinz von Bayern seine Festrede. „Damals war der Sport noch eine suspekte Angelegenheit, das hat sich grundlegend geändert“, ging der Schirmherr der TuS-Veranstaltung auf den Wandel und die Bedeutung, den der Sport in der Gesellschaft inzwischen genommen hat, kurz ein.

Die ca. 300 Gäste, die zur Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr des mit 2600 Mitgliedern größten Brucker Sportvereins in den Stadthallensaal kamen, erlebten eine rundum gelungene Veranstaltung. Das Festkomitee hatte ein abwechslungsreiches Programm, garniert mit Reden, begeisternden Auftritten der Abteilungen und Ehrungen auf die Beine gestellt, so dass die dreistündige Veranstaltung wie im Fluge verging. Das lag nicht zuletzt an Handball-Abteilungsleiter Robert Schall, der professionell als Moderator durch das Programm führte, dabei zwischendurch immer wieder die 125-jährige Geschichte des Vereins Revue passieren ließ und Anekdoten zum Besten gab Viel Beifall erhielt der Jugend-Musik-Verein Fürstenfeldbruck mit Dirigent Werner Maurer, der mit schwungvoller Musik unterhielt. TuS-Präsident Herbert Thoma erinnerte in seiner Begrüßungsrede zum einen an die Leistungen der Gründerväter, zum anderen müsse sich der Verein den Anforderungen der heutigen Zeit stellen. Grundvoraussetzung sowohl für den Leistungs- als auch für den Breitensport seien ausreichende Sportstätten. „Wir benötigen in der Stadt Sportstätten, unabhängig von den Schulen, die den Vereinen uneingeschränkt zur Verfügung stehen“, so Thoma. Der Sport, so der Vizepräsident des Bayerischen Landessport-Verbandes, Otto Marchner, spiele neben der gesellschaftspolitischen Bedeutung längst auch sozial- und gesundheitspolitisch eine wichtige Rolle im Staat. Er stellte die hervorragende Nachwuchsarbeit des TuS heraus, die ohne die ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund aber nicht zu bewerkstelligen wäre. Der TuS habe ein Stück Stadtgeschichte geschrieben, lobte Landrat Thomas Karmasin das jahrzehntelange Wirken des Vereins. Oberbürgermeister Sepp Kellerer stellte das Engagement des amtierenden Präsidenten Herbert Thoma, das großen Respekt verdiene, heraus. So stellte die Auszeichnung des verdienten Funktionärs mit der Silbernen Verdienstmedaille durch den BLSV-Vizepräsidenten keine Überraschung dar. Der BLSV-Kreisvorsitzende Eckard Schafferus bezeichnete Thoma als den „Motor“ im Sportarbeitskreis der Vereine. Fortgesetzt werden die Jubiläums-Feierlichkeiten am 26. Juni, wenn sich die TuS-Mitglieder zu einem gemütlichen Abend im Bierzelt auf dem Volksfest treffen. Der Jubiläumsgottesdienst in der Jahnhalle mit anschließendem Festumzug durch die Innenstadt folgt am 27. Juni. Am 10. Juli präsentiert dann der TuS mit seinen 24 Abteilungen sein breites Angebot mit einem „Tag der offenen Tür.“

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