Julia Dietrich aus Puchheim (Steinmetz/Steinbildhauerwerk) und Tanja Bergmann aus FFB (Maler- und Lackiererhandwerk) ausgezeichnet

Jahresbestmeisterinnen aus dem Landkreis FFB

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Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer  gratuliert der Jahresbestmeisterin im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, Julia Dietrich, aus Puchheim. 

Fürstenfeldbruck/Puchheim/München – Bei der Meisterfeier 2015 der Handwerkskammer wurden Zeugnisse für 1.696 neue Handwerksmeisterinnen und -meister übergeben.   „Wenn fast 1.700 Frauen und Männer ihre Meisterbriefe erhalten, ist das ein Festtag für das Handwerk insgesamt. Wir erhalten dadurch Spitzenkräfte, die für die Zukunft unseres Wirtschaftsbereichs dringend nötig sind“, betonte Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer bei Deutschlands größter Meisterfeier im Handwerk im ICM der Messe München.

Damit es auch künftig noch genügend Meister gibt, forderte Schlagbauer in seiner Ansprache, die berufliche Bildung in Deutschland nicht zu vernachlässigen. 

Allein seit 2006 ist die Zahl der Studienanfänger um 47 Prozent gestiegen, während die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge um elf Prozent zurückging. Inzwischen beginnen annähernd so viele junge Menschen ein Studium wie eine Lehre. „Der Wirtschaftsstandort Deutschland bleibt nur attraktiv, wenn es genug Leute gibt, die Ideen auch in Produkte und Dienstleistungen umsetzen können. Wir brauchen daher ein ausgewogenes Verhältnis von Theoretikern zu Praktikern“, betonte der Kammerpräsident. Deshalb haben die bayerischen Handwerkskammern zusammen mit den IHKs und dem Wirtschaftsministerium die Kampagne „Elternstolz“ gestartet. Diese signalisiert Jugendlichen und deren Eltern, dass eine „Karriere mit Lehre“ erstrebenswert ist und Eltern stolz darauf sein können, wenn ihre Kinder den dualen Berufsbildungsweg einschlagen. Schlagbauer: „Das Studium ist nur eine andere, aber keinesfalls immer die bessere Entscheidung für die berufliche Zukunft.“ 

Georg Schlagbauer gratuliert der Jahresbestmeisterin im Maler- und Lackiererhandwerk, Tanja Bergmann, aus FFB.

Die Erkenntnis, dass durch die praxisorientierte Ausbildung im Betrieb der Übergang von der Schule ins Arbeitsleben besser funktioniert, setzt sich auch im Ausland immer öfter durch. „Die duale Ausbildung wirkt wie ein Schutzschild gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Eine aktuelle internationale Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass die Arbeitsmarktchancen der jungen Generation umso größer sind, je stärker das Engagement von Unternehmen in der Ausbildung ist. Deshalb sagen wir: Vorfahrt für die duale Ausbildung“, so der Kammerpräsident. 

Allerdings dürfe die Berufsausbildung nicht durch eine verstärkte Anerkennung von Teilqualifikationen oder eine Modularisierung ausgehöhlt werden, forderte Schlagbauer: „Das Erlernen eines Berufs in seiner ganzen Breite ist durch nichts zu ersetzen.“ Abschließend wünschte der Kammerpräsident den Meisterinnen und Meistern alles Gute für ihren beruflichen Lebensweg. „Finden Sie mit Mut und Selbstvertrauen Ihr persönliches Glück. Was den Beruf betrifft, werden Sie die Handwerksorganisationen dabei bestmöglich unterstützen. In den Kammern und den Fachorganisationen stehen Ihnen hochqualifizierte Experten mit Rat und Tat zur Seite. Bitte nutzen Sie deren umfassendes Know-how.“ 

Im Namen der Staatsregierung gratulierte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner den 1.696 Meisterinnen und Meistern und lobte die Ausbildungsbereitschaft von Handwerk und Mittelstand: „Familiengeführte Betriebe erbringen die größte Ausbildungsleistung, qualitativ und quantitativ.“ Für die Landeshauptstadt sprach Stadtrat Hans Podiuk: „Der Meisterbrief ist nach wie vor ein Gütesiegel, das wir mit bayerischer Sturheit auch weiterhin gegen die EU-Kommission verteidigen werden.“ Im Anschluss an die Reden unterhielt der Kabarettist Wolfgang Krebs die Gäste im ICM mit Parodien bekannter Politiker.

 

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