6752 Mitglieder im Landkreis

So viele Feuerwehrler wie noch nie

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Mit der „Bayerischen Feuerwehr-Ehrenmedaille“ wurde Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (2. von rechts) durch den Bezirksvorsitzenden Johannes Eitzenberger (2. von links) ausgezeichnet. Andreas Lohde (links) hielt die Laudatio, Kreisbrandrat Hubert Stefan (rechts) gratulierte. Foto: Dieter Metzler

Eichenau – Die 52 Feuerwehren im Landkreis zählen stolze 6752 Mitglieder. Davon sind 2315 Einsatzkräfte über 18 Jahre, 287 Jugendliche (12 bis 18 Jahre), 145 Ehrenmitglieder sowie 4005 Passive und Förderer. „Wir haben keine Nachwuchsprobleme“, stellte Kreisbrandrat und Kreisverbandsvorsitzender Hubert Stefan bei der Jahresversammlung des Kreisverbandes am Montagabend in der vollbesetzten Friesenhalle in Eichenau heraus. Unter den Gästen auch zahlreiche Vertreter der anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen.

Die Personallage habe sich sehr positiv entwickelt. „So viele waren wir noch nie seitdem wir diese Statistik führen“, freute sich Stefan. Das sei auf die Arbeit bei den Feuerwehren im Landkreis zurückzuführen, die intensive Werbung machen, dabei nicht nur die jungen Leute, sondern auch Quereinsteiger ansprechen. Auch Frauen begeistern sich immer stärker für die Feuerwehr. Der Frauenanteil liege zwar noch unter zehn Prozent, steige aber weiter an. Der Jugendzulauf sei zwar schwankend, aber dennoch sehr stabil, berichtete Stefan. „Wir bekommen aber nichts geschenkt, sondern das muss alles hart erarbeitet werden.“ Damit die Einsätze, im vergangenen Jahr waren es 3124, erfolgreich ablaufen, muss die Feuerwehr gut ausgebildet sein, „Das ist die Hauptaufgabe des Feuerwehrverbandes“, sagte Stefan.

41 Ausbildungsveranstaltungen und 20 verschiedene Lehrgänge im letzten Jahr

Im vergangenen Jahr nahmen 865 Feuerwehrler an 41 Ausbildungsveranstaltungen und 20 verschiedenen Lehrgängen teil, lobte Stefan das große Interesse an den Lehrgängen. Teilweise mussten zusätzliche Lehrgänge eingeschoben werden. Ihren Dank an den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren im Landkreis brachten die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (CSU) sowie Eichenaus zweite Bürgermeisterin Gabi Riehl (SPD) in einem kurzen Grußwort zum Ausdruck. Drechsler begrüßte die Anhebung der Altersgrenze der aktiven Feuerwehrleute von 63 auf 65 Jahren. Dadurch würden der Feuerwehr gut ausgebildete und erfahrene Einsatzkräfte erhalten bleiben. Sie bedankte sich bei der Gemeinde sowie der Feuerwehr Eichenau, die den Landkreis bei der Suche nach einem neuen Notfalllager tatkräftig unterstützt haben. „Ich habe eine gute Nachricht aus dem Rathaus mitgebracht“, sagte Riehl anschließend. Sie überreichte dem Kreisbrandrat ein Schreiben der Gemeinde, aus dem nun hervorgeht, dass die Grundstückseigentümer ihre Bereitschaft zum Verkauf ihrer Grundstücke signalisiert haben. „Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung“, meinte Stefan dazu.

Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet bekommt Bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille

Der erste Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Reinhold Bocklet (CSU), erhielt aus den Händen des oberbayerischen Bezirksvorsitzenden, Johannes Eitzenberger, die höchste vom Landesfeuerwehrverband zu vergebene Auszeichnung, die „Bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille“. „Solche wie Sie, die braucht die Feuerwehr. Sie sind noch einer vom „alten Schlag“, auf Sie konnte sich die Feuerwehr immer verlassen“, sagte Eitzenberger.Die Auszeichnung ist Zivilpersonen vorbehalten, die sich in herausragender Weise um das Feuerwehrwesen in Bayern besonders verdient machen. So trage das Bayerische Feuerwehrgesetz (BayFwG) an vielen Stellen seine Handschrift. Das gelte nicht nur für die vergangenen 20 Jahre, sagte Andreas Lohde von der Brucker Feuerwehr bei der Laudatio, sondern auch für die jüngste Novellierung im März 2017. Darüber hinaus habe er stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehr gehabt und bürokratische Hindernisse pragmatisch gelöst. „Man wird nachdenklich, wenn man so eine Auszeichnung bekommt. Wenn die Zeit mit solchen Ehrungen anfängt, weiß man, dass es dem Ende zugeht“, meinte Bocklet bei seinem Dank und er erinnerte sich an einen schwäbischen Pfarrer, der einmal bei einer Ehrung sagte: „Der liebe Gott verzeihe euch, dass ihr so übertrieben habt, und mir, dass es mir gefallen hat.“ Die Feuerwehr ist etwas Besonderes in der Gesellschaft, ebenso wie die anderen Hilfsorganisationen, denn sie sind in erster Linie dem Gemeinwohl verpflichtet, kehrte Bocklet zur Ernsthaftigkeit zurück und informierte über die Neuerungen, die die jüngste Novellierung des Feuerwehrgesetzes mit sich brachte. 

Dieter Metzler

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