Jahresvorschau der UWG

Die Ziele für und von Gröbenzell

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Bürgermeister Martin Schäfer informierte die Besucher beim Bürgerstammtisch der UWG über die Vorhaben für 2018.

Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) hat den Kampf um eine Polizeidienststelle in Gröbenzell noch nicht aufgegeben. „Wir sind noch im Rennen“, sagte er bei seinem Jahresausblick im Rahmen eines Bürgerstammtischs der UWG in der Alten Schule Gröbenzell. Gespräche mit der Polizei seien am Laufen.

Gröbenzell – Die Vorwürfe an die Gemeinde, sie habe das derzeit noch aktuelle Polizeigebäude verkommen lassen, bezeichnete der Rathauschef als unfair. „Wir haben die Wohnungen darüber saniert“, erklärte er. Weil diese einer Eigentümergemeinschaft gehören, könne die Gemeinde nicht so handeln, wie sie will. Auch ein Austausch der Fenster in der Inspektion sei wegen der Anforderungen zum Beispiel nicht einfach möglich.

Sollte die künftig gemeinsame Polizeiinspektion im Osten nicht mehr in Gröbenzell angesiedelt sein, hat Schäfer aber keine Befürchtungen wegen der Sicherheit im Ort. „Puchheim oder Maisach haben auch keine eigene Inspektion und sind trotzdem sicher“, sagte er.

Verwaltung: 15 Leute im Ruhestand

Auch zum großen personellen Umbruch im Rathaus nahm der Gemeindechef Stellung. So seien rund 15 Leute geballt in den Ruhestand gegangen. Nicht jeden Fall habe man voraussehen können, die die betroffenen zum Teil vorzeitig ihre berufliche Laufbahn beendet oder den Weg der Altersteilzeit eingeschlagen hätten. Besonders trifft die Verwaltung der Verlust zweier Mitarbeiter im Bauamt. „Dort laufen derzeit viele Projekte auf“, sagte Schäfer.

Die Stellen seien mittlerweile nachbesetzt. Wegen einzuhaltender Kündigungsfristen der neuen Mitarbeiter dauere es aber noch bis April, bis die Verwaltung wieder in gewohnter Stärke agieren könne. „Dann werden wir unsere Aufgaben wieder mit voller Kraft angehen können“, sagte der Rathauschef. Der finanzielle Rahmen dafür sei bereits gegeben, nachdem das Landratsamt den Haushalt der Gemeinde als ersten im Landkreis genehmigt habe.

Rathausneubau: Abriss im März

Größtes Projekt bleibt der Rathausneubau mit inklusive Puffer veranschlagten 18 Millionen Euro. Der Abriss des Altbaus soll bis März über die Bühne gehen, mit dem Neubau dann im April begonnen werden. Der Einzug ist im Herbst 2019 geplant. Daneben beschäftigen auch die Schulen die Gemeinde weiter. Die Gröbenbachschule soll heuer fertiggestellt werden, ebenso der Teilabriss und Neubau der Ährenfeldschule.

Wohnungsbau: Bebauungsplan Freyastraße

Neue Wohnungen sollen auf dem Züblin-Gelände an der Lena-Christ-Straße entstehen. Die Planungen dafür stehen 2018 auf dem Programm. „Derzeit prüfen wir mögliche Zuschüsse“, erklärte Schäfer. Generell setzt die Gemeinde künftig auf flächensparendes Bauen, wofür unter anderem auch der Bebauungsplan Freyastraße derzeit überarbeitet wird. Vorwürfe, die Gemeinde würde dabei Entscheidungen hinter verschlossener Tür treffen, wies Schäfer zurück.

„Wir wollen natürlich mit den Bürgern in den Dialog gehen.“ Dafür seien alle Eigentümer einzeln angeschrieben worden. Auch eine Versammlung habe stattgefunden. Beschwerden über mögliches Gewerbe in Wohnsiedlungen kann Schäfer in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehen. „Das haben wir doch überall in Gröbenzell.“ Er warnt davor, dass nun jedes noch nicht genehmigte Gewerbe von Nachbarn angezeigt wird, da dies die Verwaltung ausbremse.

Andreas Daschner

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