Rund 100 französische Piloten mit ihren Ultraleicht-Flugzeugen landeten auf dem Flugplatz Jesenwang 

Franzosen kaperten friedlich den deutschen Luftraum zum 50. Jubiläum des Freundschafts-Vertrags 

+
„Es lebe die deutsch-französische Freundschaft“: Flugplatzchef Max Walch jun. (3. v. .li.) überreichte dem Präsidenten des FFPLUM, Dominique Mereuze (4. v. li.) zum Abschied eine Luftbildaufnahme vom Jesenwanger Flugplatz, links daneben Helga Asenbaum.

Jesenwang – „Lang lebe die deutsch-französische Freundschaft!“ Bevor die knapp einhundert französischen Piloten wieder in ihre „Kisten“, ihre Ultraleichtfugzeuge, kletterten, stellten sie sich noch zu einem Erinnerungsfoto  mit Dominique  Mereuze, dem Präsidenten des französischen Ultraleichtflug-Verbandes (FFPLUM) vor dem Jesenwanger Tower auf.

Zum Abschied überreichte Flugplatzchef Max Walch jun. dem Präsidenten des französischen Ultraleichtflug-Verbandes (FFPLUM und Chef der Tour D`ULM, Dominique Mereuze, eine Luftbildaufnahme des Jesenwanger Flugplatzes, und man pries die deutsch-französische Freundschaft.

„Nachdem wir im Jahre 2009 wie seinerzeit Louis Bleriot den Ärmelkanal beim einhundertjährigen Jubiläum dieser Heldentat überflogen haben, wollten wir nun auch das 50-jährige Jubiläum des deutsch-französischen Verständigungsvertrages würdig feiern“, sagte Mereuze, „dazu haben wir den Luftraum unserer deutschen Piloten und Freunde natürlich mit deren Zustimmung friedlich gekapert.“ So schwebte am Vormittag des 30. Juli ein Ultraleichtflieger nach dem anderen auf dem Jesenwanger Flugplatz ein. Am Ende waren es fast 100 verschiedene Luftfahrzeuge und knapp 250 Personen, die den kleinen Dorf-Flugplatz bevölkerten. 17 Trikes, 71 Dreiachser, neun Gyrokopter, ein UL-Helikopter, ein Privatflugzeug Socata TB 10 und ein Helikopter Bell. 

Vor Ort kümmerte sich Helga Asenbaum während des Zwischenstopps rührend um die Gäste, dass es ihnen an nichts fehlte. Die gebürtige Münchnerin, die Jahrzehnte als erfolgreiche Regieassistentin in der Filmbranche gearbeitet hat und selbst Pilotin ist, ist als Beirätin im Vorstand von „pro Luftfahrt-Jesenwang“ für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Ultraleichtflug-Verband (DULV) führte die FFPLUM aus Anlass der Unterzeichnung des sogenannten Elysee-Vertrages vor 50 Jahren vom 26. Juli bis 2. August eine Ultraleichtflug-Rundreise über Süddeutschland durch. 


Die französischen Ultraleichtflieger landen in Jesenwang

Dabei ging es nicht nur darum, die Sehenswürdigkeiten und Landschaften von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Südbayern zu bewundern, sondern um die Freundschaft mit den deutschen Ultraleichtfliegern zu vertiefen. Der Start erfolgte in Ostfrankreich, anschließend machten die Piloten Station in den drei Bundesländern. Erste Station war Bad Dürkheim. Von dort ging es am Nachmittag des gleichen Tages weiter nach Schwäbisch Hall. Tags drauf nahmen die Flieger über Thalmässing Kurs auf Pfarrkirchen. Dort blieben sie zwei Tage. Auf dem Flug nach Tannhausen legten die Flieger einen Zwischenstopp in Jesenwang ein. 

Auf dem Flugplatz von Max Walch wurden die Luftfahrzeuge aufgetankt und die Piloten und Mitfliegenden stärkten sich im Flugplatz-Restaurant. Die letzte Route führte die französischen Ultraleichtflieger über Speyer und Pirmasens zurück in ihre Heimat. 

 Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

Mit Picknickkorb zum Kloster
Mit Picknickkorb zum Kloster
Grundschüler ernten und kochen gemeinsam
Grundschüler ernten und kochen gemeinsam
"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
Olchinger Grundschülerin gewinnt mit Europa-Gedicht
Olchinger Grundschülerin gewinnt mit Europa-Gedicht

Kommentare