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Jexhof feierte 35-jähriges Bestehen

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Von: Dieter Metzler

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Alt-Oberbürgermeister Sepp Kellerer überreichte zum Jubiläum dem Museumschef Reinhard Jakob eine alte Einladungskarte von vor 35 Jahren.
Alt-Oberbürgermeister Sepp Kellerer überreichte zum Jubiläum dem Museumschef Reinhard Jakob eine alte Einladungskarte von vor 35 Jahren. © Metzler

Schöngeising – Mit einem Festakt eröffnete das Bauernhofmuseum Jexhof am Freitagabend sein dreitägiges Jubiläumswochenende anlässlich des 35-jährigen Bestehens. Abgerundet wurden die Feierlichkeiten mit der Beteiligung an der Brucker Kulturnacht am Samstag sowie einem Kabarettabend mit Claudia Pichler am Sonntag.

Rund 130 Gönner und Freunde des Jexhof-Museums hatten sich am Freitagabend auf dem Jexhof versammelt, um die Geschichte des historischen Anwesens aufleben zu lassen. Von 700.000 Besuchern insgesamt, im Jahr durchschnittlich 25.000, berichtete die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler. „Damit zählt das Museum zu den 20 Prozent der meistbesuchten Museen Deutschlands.“ Am Ende ihrer Ausführungen dankte sie dem ehemaligen Vorsitzenden des Fördervereins, Günter Mayr, der ehrenamtlich viele Jahre lang die Geschicke des Vereins geleitet hat.

„Wenn`s den Jexhof nicht gäbe, dann müsste man ihn erfinden“, sagte Alt-Oberbürgermeister Sepp Kellerer zum Abschluss seiner leidenschaftlichen Rede. Als Initiator und Motor schilderte Kellerer die Erhaltung des aus dem Jahre 1433 stammenden Jexhof-Gebäudes aus seiner Sicht. Am Ende überreichte Kellerer dem Museumschef Reinhard Jakob eine alte Einladungskarte von vor 35 Jahren.

Zufahrtsstraße zum Jexhof wird saniert

Schöngeisings Bürgermeister Thomas Totzauer hatte eine Ankündigung als Geschenk mitgebracht. Der Gemeinderat habe zugestimmt, dass die in die Jahre gekommene Zufahrtsstraße zum Jexhof saniert werde, teilte er den Geburtstagsgästen mit. „Ich bin froh, dass wir den Jexhof in Schöngeising haben, und ich bin froh, dass das Jexhofmuseum so ist und so bleibt, wie es ist.“

Von viel Applaus wurde auch die Ansprache von Uta Lutz, der Vorsitzenden des Fördervereins, begleitet, als sie eine Lobeshymne auf die Mitarbeiter des Jexhof-Teams losließ. Der Jexhof sollte so erhalten bleiben wie er ist: „Protzige Museen haben wir genügend.“

Viele Bauernhofmuseen im Oberland begnügen sich mit dem Vierklang; Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln“, meinte Dorothee von Bary von der Bürgerstiftung des Landkreises. Sie halten die Vergangenheit lebendig und eine ländliche Kultur, nicht so der Jexhof. Sein Motto ist Heimat und Weltoffenheit. Der Jexhof öffnete sich neuen gesellschaftlichen Themen wie Umwelt und Artenvielfalt, lobte sie.

Museumschef Reinhard Jakob weist auf einige Missstände hin

Nachdem so viel Sonnenschein über den Jexhof hereingebrochen sei, müsse er ein paar Wermutstropfen ins Jubiläum tropfen lassen, meinte Museumschef Reinhard Jakob. So wies er auf einige Missstände hin. Klein, fein, nett sei das Museum meinte Jakob, aber hinter der Kulisse schaue schon ein wenig anders aus. Man sei personell unterbesetzt, die Idylle des Jexhof erfordere viel Arbeit mit seinen etwa 180 Veranstaltungen im Jahr. Von dem 2013 dem Kreistag vorgestellten Entwicklungsplan sei nichts in Erfüllung gegangen. „Da kann einem wirklich das Lachen vergehen.“ Man nehme Maschen auf und lasse sie wieder fallen, meinte Jakob. Ein Museumsbeirat wurde gegründet. Vergebens brachten sich die Beiräte in den vergangenen vier Jahren ein.

Metzler

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