Jubiläum: Zehn Jahre Germeringer Werktage – noch bis 26. Juli

Eine Verbindung von Holz und Stein

Die Germeringer Werktage auf dem Gelände der alten Pionierkaserne.
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Die Germeringer Werktage auf dem Gelände der alten Pionierkaserne.
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Die Germeringer Werktage auf dem Gelände der alten Pionierkaserne.
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Die Germeringer Werktage auf dem Gelände der alten Pionierkaserne.
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Die Germeringer Werktage auf dem Gelände der alten Pionierkaserne.
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Es wird gehämmert, geklopft, geschmirgelt und die Motorsäge wird bedient – Holzspäne und feiner Staub wirbeln durch die Luft auf dem Gelände der alten Pionierkaserne. Die Sonne scheint und verteilt auf dem Gelände arbeiten 17 Künstler an ihren Werken aus Holz und Stein. Bereits zum zehnten Mal – und davon neunmal auf dem Kasernengelände – finden die Germeringer Werktage sowie die Sonderausstellung WIFO in den Räumen der Kaserne statt.

Germering - „Es ist toll, wie die Energie überschwappt“, sagt Die Künstlerin Gaby Kromer, die schon mehrfach bei den Werktagen dabei war. Es gebe immer einen festen Kern an Holz- und Steinbildhauern, die jedes Jahr von neuen Gesichtern unterstützt werden, erzählt sie während sie gerade eine Pause vom Bearbeiten der Holzfigur einlegt. Lärmempfindlich darf man nicht sein, beim Rundgang über das alte Kasernengelände – umso mehr wird man belohnt, hinter jeder Ecke wartet ein anderer Künstler mit seinen Werken auf die Besucher. 

Arbeit mit Holz und Stein

Brigitte Cabell aus Grafrath hat es beispielsweise der Serpentin-Stein aus Zimbabwe angetan, der je nachdem wie man ihn bearbeitet die Farbe anpasst. So schimmert er beispielsweise bräunlich rot oder in sattem grün. Die Ideen entstehen beim Arbeiten, das sagt auch Katharina Hermes. Sie bearbeitet währenddessen einen weißen Marmor, den sie zunächst in der Mitte geteilt hat und nun unterschiedliche Strukturen herausarbeitet. Ein paar Schritte weiter fliegen die Holzspäne durch die Luft, Johannes Hofbauers Leidenschaft gilt dem Material Holz, welches er auf eine ganz filigrane Weise mit einer großen Motorsäge bearbeitet. Die Werkstoffe, so verrät Organisator Brian Whitehead, bringen alle Künstler selbst mit – bei der Anlieferung bekommen sie jedoch Unterstützung vom Germeringer Bauhof. Kein Wunder beim Anblick der dicken Holzstämme und Steine. 

"Eine besondere Atmosphäre"

Initiiert wurden die Werktage vor zehn Jahren von Michael Glatzel, zunächst in der Alten Schule, aber bereits im zweiten Jahr auf dem Kasernengelände: „Hier können wir laut sein und stören niemanden“, sagt der Künstler, der erst seine Schutzmaske und Ohrenschützer abnehmen muss – Sicherheit geht nämlich vor. „Die Atmosphäre hier ist einzigartig, zunächst ist hier nichts, dann werden Zelte aufgebaut und alles erwacht wie aus dem Dornröschenschlaf.“ Den Künstlern geht es aber nicht allein nur darum, ihre Werke auszustellen, sie freuen sich über das gemeinsame arbeiten, den Austausch untereinander, das Zusammensein, was auch das gemeinsame Kochen beinhaltet. 

Jubiläums-Werktage

Die Germeringer Werktage finden noch bis zum 26. Juli auf dem ehemaligen Kasernengelände, Otto-Wagner-Straße 80, statt. Zu besuchen sind die Künstler täglich von 10 bis 18 Uhr, am 26. Juli gibt es ein großes Abschlussfest von 18 bis 20 Uhr. Die Ausstellung der Ateliergruppe ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Claudia Becker

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