Junge Botschafter Deutschlands für ein Jahr in den USA – Schülerinnen aus dem Landkreis FFB nehmen am Parlamentarischen Patenschaftsprogramm teil

Die CSU-Landesgruppenvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt mit den beiden Austauschschülerinnen Verena Büllesbach aus Maisach (li.) und Gabriele Etterer aus Dachau (re.). Foto: Dieter Metzler

„Ich kann dir nur raten, alles mitzumachen, natürlich nur die guten Sachen“, beantwortete Verena Büllesbach aus Maisach die Frage von Gabriele Etterer aus Dachau, als sich die beiden 17-jährigen Schülerinnen am 14. Juli erstmals zu einem Erfahrungsaustausch im Brucker Büro der Wahlkreisabgeordneten und Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt, trafen. Während Büllesbach vor zwei Wochen ihr Stipendium in den USA beendete und nach Deutschland zurückkehrte, darf sich Etterer nun auf einen einjährigen USA-Aufenthalt freuen, zu dem sie in ca. vier Wochen aufbricht.

Beide Schülerinnen kamen durch Hasselfeldt in den Genuss des einjährigen Stipendiums, das seit 1983 Bundestagsabgeordneten im Rahmen des vom Bundestag und dem US-Kongress beschlossenen Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) einen Deutsch-Amerikanischen Jugendaustausch ermöglicht. Dabei sollen die jungen Menschen lernen, was die beiden Staaten gesellschaftlich, kulturell und politisch verbindet und unterscheidet. „Im weitesten Sinne sollen sich unsere Stipendiaten dabei auch als junge Botschafter unseres Landes erweisen“, sagte Hasselfeldt. Die Bundestagsabgeordnete, die stets ihre Auswahl transparent gestaltet, indem sie alle Bewerber gleichzeitig zu einem Auswahlgespräch einlädt, gestand ein, dass ihr die Entscheidung jedes Jahr sehr schwer falle, denn eigentlich seien alle Bewerber geeignet. So spielen weniger die Schulnoten bei der Auswahl die entscheidende Rolle, vielmehr die persönliche Reife, das ehrenamtliche Engagement des Bewerbers oder der Bewerberin, sowie soziale Kriterien. „Ich glaube, dass ich meinen „Job“ als Botschafter des Landes erfüllt habe“, meinte Verena Büllesbach, die ihren Aufenthalt einfach als unbeschreiblich bezeichnete. Die Judosportlerin fand vor allem durch den Schulsport schnell Anschluss. „Schulsport wird großgeschrieben, in den USA“, erzählte die Maisacherin. „Da zieht am Wochenende zu den Sport-Veranstaltungen die ganze Familie mit.“ Im Unterricht dauerte die Eingewöhnung schon ein wenig länger, gestand Büllesbach ein. Festgestellt habe sie auch, dass ihre Vorurteile, alle Amerikaner seien dick und oberflächlich, überhaupt nicht stimmten. Als es schließlich an der Zeit war, von der Gastfamilie in Dundee (bei Detroit) Abschied zu nehmen, flossen auf beiden Seiten reichlich Tränen. „Ich hatte eine super Gastfamilie, die wollten mich gar nicht gehen lassen“, sagte Büllesbach, die nun täglich mit ihrer amerikanischen Familie in Email-Kontakt steht. Die Anfang August in die Staaten abfliegende Gabriele Etterer nahm alle Informationen wissbegierig auf. Auch sie freut sich, dass der Sportunterricht so eine große Rolle einnimmt und hofft an ihrer Schule ein Basketballteam vorzufinden. Nach Rückkehr aus den USA müssen die Stipendiaten wieder in der Klasse beginnen, in der sie vor einem Jahr die Schule verlassen haben. Doch das Jahr deswegen als ein verlorenes Jahr zu bezeichnen, käme Verena Büllesbach nie in den Sinn. Bewerbungen für ein Stipendium für das Jahr 2012/13 sind noch bis 2. September möglich, teilte das Wahlkreisbüro mit (PPP-Bewerbungskarte mit der Wahlkennung „WK 216“). Mehr Informationen können unter www.bundestag.de abgerufen werden.

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