Wie die junge Generation

Wie

die heutige Generation über das Berufsleben denkt und was ihre Vorstellungen dazu sind: Die heutige Generation hat teilweise ganz andere Vorstellungen von ihrem späteren Berufsleben als die Generation von vor 30 Jahren. Damals hätte jeder Jugendliche ein Vermögen gegeben studieren zu gehen. Heutzutage ist die Jugend nur noch am träumen. Der Grund dafür ist, dass immer mehr Menschen, vor allem junge Leute, beweisen, dass man es auch aus einfachen Verhältnissen von einem auf den anderen Tag zum Millionär und Superstar schaffen kann. Einer der es auf diese Weise ganz nach oben geschafft hat ist der kanadische Newcomer Sänger Justin Bieber, der mit 13 Jahren Videos von sich ins Netz stellte und so große Produzenten auf ihn aufmerksam wurden. Dies passiert immer häufiger. Nun bilden sich die meisten Jugendlichen ein, dass sie die Person sind, die auch entdeckt wird. Anstatt sich so früh wie möglich um die reellen Möglichkeiten des Berufsleben zu kümmern und sich in der Schule anzustrengen verharren sie nur bei diesem Gedanken der Entdeckung. Viel zu spät sehen sie dann, dass es nicht klappen wird und fangen dann erst an, sich um ihre Zukunft zu kümmern. Bei einer direkten Umfrage in dem Internetportal Facebook wurden Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren zum Thema berufliche Zukunft befragt. Die meisten Schüler sagten, sie hätten noch überhaupt keine Idee was sie später machen möchten. „Die einzige Vorstellung die ich habe“, erzählten sie, „ist, dass der Beruf Spaß machen soll“. Dies ist oft auch der erste Anhaltspunkt für sie. Einerseits erklärten die Befragten, dass sie ihr Hobby praktisch zum Beruf machen wollen würden und, dass ihre Hobbys und Leidenschaften einen großen Einfluss auf ihre berufliche Wahl haben. Viele Jungen schrauben z.B. gerne an ihren Motorrädern oder Autos rum, wodurch sie sich gut vorstellen können als Mechaniker zu arbeiten. Im letzten Jahr machte „forsa“ auch ein Umfrage, die ergab, dass die meist gewählten Berufe, die der Erzieherin, der Krankenschwester und der des Kaufmannes sind. Andererseits seien bei einigen die Vorstellungen, in die Richtung zum/zur Kaufmann/-frau zu gehen. Der Grund warum sie diesen Beruf erlernen wollen, sei, dass sie sich so noch nicht festlegen müssen in welchen Bereich sie genau arbeiten wollen. Als Kaufmann/-frau können sie sich auch erst nach Berufsausbildung entscheiden, ob sie als Bankkaufmann arbeiten wollen oder als Kaufmann in Klinken etc.. In einem Punkt waren sich aber alle Jugendlichen einig. Sie wollen einen Job, in dem sie gut verdienen und wenn möglich langfristig eine sichere Anstellung haben. Einer sagte: „Der Grund dafür, dass ich einen guten sicheren Beruf haben möchte, ist der, dass mich die Fernsehsendungen wie z.B. ‚Mitten im Leben’ teilweise so erschrecken und ich mich fast fremd schäme, dass ich nie in eine solche Lage geraten möchte.“ Auch ergab die Umfrage, dass die meisten heutzutage gar nicht mehr studieren wollen, weil sie denken, dass das Studieren nur Zeit verschwendet und viel zu viel Geld kostet, was einige Familien sich meist garnicht leisten können. Außerdem sind sie der Meinung, dass sie sich ohne Studium schneller hocharbeiten können als mit, weil sie mit Studium einen meist schon höheren Rang haben als die, die keines haben. Auch wenn die Mehrheit noch nicht weiß, wie ihre Vorstellungen dazu sind, freuen sie sich auf den Schritt ins Berufleben, da sie denken, dass das Arbeiten besser ist als Schule. Befragt man die Erwachsenen, die ihren Beruf schon gewählt haben und eventuell schon Kinder haben, wie sie heute zurecht kommen, sagen sie, dass sie sich so wünschen wieder zur Schule gehen zu dürfen. Für Schüler die nicht wissen was sie später arbeiten möchten, gibt es eine Anlaufstelle namens „Plakos“, in der Berater sitzen und den Jugendlichen helfen, ihre Interessen zu finden und den passenden Beruf für jeden einzelnen zu finden. Die Anlaufstelle war sehr erstaunt, da die Jugendlichen, die zur Beratung erschienen, nicht nur aus Hauptschulen waren, sondern überwiegend Realschüler und Gymnasiasten. Ich selbst bin der Meinung, dass man jede Chance, sich Vorstellungen für die berufliche Zukunft zu machen, vernünftig ergreifen sollte und so gut es geht nutzen sollte. Jeder Schüler sollte sich für die Pflichtpraktiken seriöse Stellen suchen, die einen interessieren und die einem die Arbeit ausführlich erklären. Praktika sind die besten Möglichkeiten, die Wahl des späteren Berufes zu beeinflussen. Auch finde ich im Gegensatz zu den Befragten, dass das Studium einem später wesentlich mehr Möglichkeiten bietet und man - wenn möglich - auf jeden Fall studieren sollte. Es bietet nicht nur mehr Möglichkeiten, sondern man lernt so sein Handwerk ordentlicher und besser zu machen. Marie Ullrich, Gymnasiastin

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