Zwölf Kamerun-Schafe verirrten sich auf die Strecke München-Augsburg bei Gröbenzell  – Einsatz der Bundes- und Landespolizei 

"Zicken-Alarm" auf dem Bahngleis

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Die Kamerunschafe verirrten sich auf das Bahngleis.

Gröbenzell/Olching - Wieder einmal ein ungewöhnlicher Einsatz am 20. August für die Münchner Bundespolizei, diesmal im Landkreis Fürstenfeldbruck: Sieben Kamerun-Schafe, die Ziegen ähneln,  waren aus ihrer Stallung ausgebrochen. Beamte der Bundes- und Landespolizei mussten verhindern, dass die Tiere in ein Gleisdreieck laufen und weitere Strecken blockieren konnten. Der Lokführer eines Güterzuges, dem eine Ziege in die Quere kam, hatte Alarm geschlagen. 

Gegen 14:20 Uhr meldete der Lokführer eines Güterzuges, dass er auf der Strecke München-Augsburg bei Gröbenzell vermutlich eine Ziege aus einer Herde erfasst habe, die sich im Gleisbereich befindet. Daraufhin wurde die Strecke gesperrt. Ein Bundespolizei-Helikopter, der sich bereits auf einem Routineüberwachungsflug befand, wurde zum Einsatzort beordert und bestätigte, dass sich zwölf Tiere im Gleis befanden. Um die Tiere nicht weiter zu beunruhigen, landeten die Piloten abseits. Weitere Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei versuchten die agilen Tiere, bei denen es sich um Kamerunschafe handelte, davon abzuhalten, sich in Richtung eines Gleisdreiecks zu bewegen. Dies hätte die Sperrung weiterer Strecken verursacht. Schließlich konnte die Herde "zur Umkehr bewegt werden", die ziegenähnlichen Hausschafe liefen zu ihrer Stallung zurück.

Kamerunschafe auf dem Gleis:  Das "Fadenkreuz" ist lediglich eine Justierhilfe der Helikopter-Bordkamera

Der Bauer des Gehöftes wurde angewiesen, die Herde auf Vollständigkeit zu prüfen, damit sichergestellt werden konnte, dass sich keine Schafe mehr im Gleis aufhielten. Bundespolizisten untersuchten den betroffenen Güterzug, konnten aber kein verletztes Tier oder Anhaftungen erkennen. Erst gegen 16:28 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Jetzt muss ermittelt werden, ob die Tiere durch ein Fehlverhalten ausbrechen konnten.

Einsätze wegen "Tieren im Gleis"

Am 27. April 2015 stellte eine Streife der Bundespolizei eine Riesenschildkröte in den Gleisen spazierend fest. Die Beamten trugen das ca. 40 cm lange und rund 20 kg schwere Tier aus den Gleisen. Nach erster Inaugenscheinnahme hatte es den lebensgefährlichen Ausflug unbeschadet überstanden. Der Besitzer konnte ermittelt werden.

Im Juli 2014 büxte Ziegenbock "Fritzi" in Freising aus und legte sich mit einem Alex-Zug an. Das Tier überlebte mit einer Gehirnerschütterung und löste einen Einsatz von Feuerwehr und Bundespolizei aus.

 

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