Großbestellung der Kanzlerin beim Eichenauer Verein

„Hier Merkel. Ist dort das Pfefferminzmuseum?“

Im einzigartigen Pfefferminzmuseum in Eichenau zeigt den Anbau und die Ernte
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Das Pfferminzmuseum in Eichenau. 

Eichenau - Das ist das Highlight des Jahres 2020 für das Eichenauer Pfefferminzmuseum und wird in die Annalen des Fördervereins eingehen: Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft beim Ersten Vorsitzenden an, zeigt sich begeistert von der Qualität der Eichenauer Minze und bestellt eine größere Menge davon.

Als bei Hannelore Kugler, Frau des Vereinsvorsitzenden Hans Kugler, am 23. November 2020 das Telefon läutet und sie abhebt, traut sie ihren Ohren nicht. Es meldet sich eine Frauenstimme: „Hier Merkel“ und auf Nachfrage: „Ja, die Bundeskanzlerin. Ist dort das Pfefferminzmuseum in Eichenau?“ - Hannelore Kugler übergibt an ihren Mann, der sich dann rund zehn Minuten lang mit der deutschen Regierungschefin unterhält.

Merkel fragt nach größeren Bestellung

Hans Kugler erinnert sich: „Anfangs konnte ich kaum glauben, dass die Kanzlerin selbst meine Nummer wählt, die sie auf der Homepage des Museums gefunden hat, und sich dann so lange Zeit nimmt, um sich mit mir über das Museum sowie den Förderverein und seine ehrenamtliche Arbeit zu unterhalten.“ Und sie habe gefragt, ob sie eine größere Menge des von uns für das Museum angebauten Pfefferminztees bestellen könne. Der sei „ja soooo lecker!“

Kanzlerin ist Pfefferminztee-Liebhaberin

Und wie kam sie zu diesem Urteil? Hans Kugler: „Unser Schriftführer Wolfgang Heilmann wusste, dass Angela Merkel Pfefferminztee-Liebhaberin ist, und hatte ihr deshalb im Mai zwei Geschenkdosen mit unserer exzellenten Minze geschickt, sozusagen zur Stärkung in schweren Zeiten.“ Und umgehend sei ein persönliches Dankschreiben der Kanzlerin in Eichenau eingetroffen, in Berlin abgeschickt am 3. Juni 2020.

Postadresse kam per E-Mail nach

Beim Anruf am 23. November habe die Regierungscghefin ihn gefragt, ob er ihr noch einige Tüten mit Eichenauer Pfefferminze schicken könnte - natürlich gegen Bezahlung. Hans Kugler sagte dies zu und meinte: „Sie bekommen Schmuckdosen mit unserer Pfefferminze. Ich kann doch einer Bundeskanzlerin knicht nur Tüten schicken.“ Und um sicher zu gehen, dass er auf keinen Scherz reinfällt, fragte er noch nach der Postadresse. Diese wurde ihm innerhalb einer Stunde per E-Mail „i. A. der Frau Bundeskanzlerin“ mitgeteilt.

„Kaum zu fassen, was mir da passiert ist.“

Hans Kugler - Vorsitzender des Eichenauer Pfefferminzumuseums

In das Paket packte der Vereinsvorsitzende dann als Geschenk an Angela Merkel auch noch ein Glas Apfel-Minz-Marmelade und eine Minz-Seife. Beides bietet der Verein üblicherweise nur auf dem Eichenauer Adventsmarkt an. Im Begleitschreiben fragte Hans Kugler die Kanzlerin, ob der Verein in seiner Öffentlichkeitsarbeit das Telefonat und die Bestellung erwähnen dürfe. Wenige Tage später erhielt der Vereinsvorsitzende vom Sekretariat der Regierungschefin die Empfangsbestätigung und die erbetene Erlaubnis. „Kaum zu fassen, was mir da passiert ist“, wundert sich der Vorsitzende des Fördervereins Pfefferminzmuseum Eichenau auch noch Wochen nach dem Anruf der Bundeskanzlerin.
red

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