Kapellenverein St. Georg begeht Jubiläum

Kapelle ins Dorf geholt

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Vereinsmitglieder, Zweite Bürgermeisterin Gabriele Riehl (hellblaue Jacke) und die Vorsitzende des Kapellenvereins St. Georg Ursula Mosebach (rechts neben Riehl) in der Rauminstallation auf der Rathauswiese in Eichenau.

Der Kapellenverein St. Georg in Eichenau startet am 26. April mit einer begehbaren Rauminstallation auf der Rathauswiese sein 50-jähriges Jubilä- um mit zahlreichen Veranstaltungen. Neben Benefizkonzerten ist in diesem Jahr auch ein Jubiläumsvortrag von der langjährigen Vorsitzenden Ursula Mosebach und ein Mittelalterfest am 1. Juni im Gutshof Roggenstein geplant.

Eichenau - Rund 600 Jahre sind die Wandmalereien des 750 Jahre alten Kirchleins im nordwesten der Gemeinde Eichenau alt – und damit einzigartig in Oberbayern. Doch diese lange Zeit geht auch an diesen Kunstwerken nicht spurlos vorbei. Die Folge: Schimmel, Schmutz und Schädlinge. Besonders schlimm war es dann vor 50 Jahren: Die Georgkapelle stand kurz vor dem Zerfall. 

Verein zur Erhaltung der Kapelle

Die Wände waren feucht, die Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert stark verschmutzt und mit Schimmel überzogen, an einigen Stellen sogar abgeplatzt. Dazu kam noch ein undichtes Dach und ein Holzwurm, der den Dachstuhl bereits vollständig in Beschlag genommen hatte. Der damalige Eichenauer Bürgermeister Alfred Rehm wollte handeln und gründet zusammen mit Bürgern den „Verein für die Erhaltung der Kapelle St. Georg Roggenstein e.V.“, dessen Mitglieder sich seither mit großen ehrenamtlichen und finanziellen Aufwand für die Restaurierung- und Erhaltungsmaß- nahmen der Kapelle einsetzen. „Die letzte große Restaurierung war im Jahr 1992/93“, erklärt die Vorsitzende Ursula Mosebach. Damals lagen die Kosten bei rund 100.000 D-Mark. 

Begehbare Kapelle auf der Rathauswiese

Anlässlich des 50. Jubiläums des Vereines lassen sich die Wandbilder nicht nur in der Kapelle selbst, sondern nun auch auf der Rathauswiese bestaunen. Dafür haben Vereinsmitglieder innerhalb eines Jahres einen Großteil des Inneraums sorgfältig fotografiert und auf Venyl-Folie drucken lassen, die anschließend um eine Holzkonstruktion mit einer Größe von etwa 34 Quadratmetern gespannt wurde. „In der Nacht wird die Begehung sogar beleuchtet“, erklärt Mosebach. Interessierte können nun noch bis August die einzigartigen Wandgemälde aus dem Zeitalter der Gotik – wie den Ritter St. Georg auf seinem Ross, dem Patron der gleichnamigen Kapelle – betrachten, zum Teil sogar besser als in der Kirche selbst. „Wir haben die Kirche ins Dorf geholt“, sagt Mosebach. 

Programmpunkte zum Jubiläum

Zu weiteren Jubiläumsveranstaltungen zählen Festvorträ- ge am 22. Mai um 19 Uhr im Bürgerhaus Emmering und am 24. Mai um 19 Uhr im evangelischen Gemeindesaal in Eichenau sowie Benefizkonzerte am 26. Mai um 11.30 und 27., 29. und 30 Mai jeweils um 19 Uhr. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist das Mittelalterfest im Hof von Gut Roggenstein am 1. Juni von 11 bis 20 Uhr. 

Hamann

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