Polizist erlegte flüchtenden Stier  in Fürstenfeldbruck mit Spezialgewehr 

Stier auf der Flucht aus dem Schlachthof von Polizei erschossen 

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Der 22 Monate alte aggressive Angus-Stier wurde auf seiner Flucht von einem Polizeibeamten mit einem Spezialgewehr erlegt.

Fürstenfeldbruck – Beim Ausladen entkam am 4. 2. morgens um 9 Uhr  ein 22 Monate alter Angus-Stier am Fürstenfeldbrucker Schlachthof. Vielleicht erahnte das 750 Kilo schwere Rind sein Schicksal, denn es fand auf der Flucht sogar das richtige Tor in die Freiheit, die allerdings nach dem Kreisverkehr westlich  des Gasthofs Hasenheide endete.

Wie die Fürstenfeldbrucker Polizei  mitteilte, sei das 22 Monate alte Weidetier bei der

Anlieferung durch seinen Besitzer, eines erfahrenen Landwirts aus dem Landkreis 

Dachau  aus der  Schleuse des Schlachthofs entlaufen. 

Die Verfolger hatten mit ihren Gummistiefeln auf dem halbgefrorenen Untergrund Mühe, dem Stier zu folgen, der sich mühelos zwischen Viehwagen und Absperrung 

durchzwängte und instinktiv das einzige offene Tor fand.  Im weiteren Verlauf rannte  der 

Bulle  über den Kreisverkehr beim Gasthof Hasenheide und  weiter in westlicher Richtung.  

Da sich  der Stier nicht einfangen ließ und verhältnismässig  aggressiv  reagierte,  kam 

ein Polizeibeamter mit einem Spezialgewehr  zum Einsatz. Der Schütze - so Keil - habe 

sehr  ruhig und umsichtig  agiert.    

Zu einem Zwischenfall  mit  Mitarbeitern des Schlachthofs oder  Autofahrern und 

Fußgängern kam es auf der Flucht des unruhigen Weidetiers  zum Glück nicht. 

Der Besitzer, ein Landwirt aus  Altstetten bei Dachau dürfe  das außerhalb des

Schlachthofs getötete Rind lt. EU-Verordnung nicht mehr in den Handel bringen, 

sondern nach der obligatorischen Fleischbeschau  nur für die Familie verwenden.   

Eventuell können nach Genehmigung auch bestimmte Teile als Tierfutter für 

ein Tierheim gespendet werden.  

Der tote Bulle   (400kg  Schlachtgewicht)  habe einen Wert von fast 2000 Euro,  

bestätigte  der   Betriebsleiter  des Schlachthofs,  Max Keil. 

Hedwig Spies  

  

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