"Familientreffen" beim Empfang mit 260 geladenen Gästen im Veranstaltungsforum Fürstenfeld 

Der Neujahresempfang 2014 läutete das Ende der Amtszeit von OB Kellerer ein

+
Ein letztes Mal schritten Sepp Kellerer als OB und seine Gattin Leni durch die große Tür zum Neujahrsempfang in den Stadtsaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld

Fürstenfeldbruck – Mit einem herzlichen „Vergelt`s Gott“, beendete Sepp Kellerer am 23. Januar seinen letzten Neujahrsempfang als Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt. Neben seiner Ansprache standen traditionell die Ehrungen verdienter Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt des Empfangs, der musikalisch von der Stadtkapelle begleitet wurde.

Die Stadtkapelle Fürstenfeldbruck begleitete den Empfang musikalisch. 

 Als „Familientreffen“ bezeichnete Kellerer den Empfang vor 260 geladenen Gästen, darunter Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (CSU) und Landtagsabgeordneter Dr. Herbert Kränzlein (SPD), sowie zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Banken, Bundeswehr, Vereinen, Kirche, Schulen und Behörden. Wenn auch mancher seine guten Vorsätze zum neuen Jahr bereits wieder über Bord geworfen habe, eines sei sicher, so Kellerer, „am ersten Mai gibt es einen neuen OB in dieser Stadt.“ Der aus Altersgründen scheidende OB nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei seinen beiden anwesenden Vertretern, Hans Schilling (CSU) und Uli Schmetz (SPD), sowie bei den Stadtrats-Mitgliedern für die Unterstützung. 

Die Finanz- und Wirtschaftskrise scheine beendet zu sein, meinte Kellerer bei seiner Ansprache. Gleichwohl hält er die immer größer werdende Schere zwischen Reichtum und Armut für sehr bedenklich. Die Menschen seien auf ein funktionierendes Europa angewiesen, ging der OB auf die Hilfsaktion mit Brucks Partnerstadt Almunecar zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf der einen und zur Behebung des Fachkräftemangels auf der anderen Seite ein. Auch die Asylfrage werde den Landkreis länger stärker tangieren, befürchtet Kellerer. 

Mit der Überplanung des Fliegerhorstes komme auf die Stadt eine große Aufgabe zu, auch hoffe er, wenn schon nicht der S4-Ausbau gelinge, dass zumindest zusätzliche Züge eingesetzt werden. Beim Breitbandausbau ist Kellerer zuversichtlich, dass dieser bis Ende des Jahres abgeschlossen sei. Mit den Stadtwerken befinde man sich bei der Energiewende auf dem richtigen Weg, den Kellerer als den einzig richtigen bezeichnete. Und seinem Nachfolger im Amt des OB wünsche er, dass dieser stets die Mehrheiten für seine Entscheidungen finde. 

Im Mittelpunkt stand die Ehrung von zwölf Bürgerinnen und Bürgern, die sich durch jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit verdient gemacht haben. 

TuS-Präsident Herbert Thoma stellte in einem kurzen Vortrag die Wichtigkeit des Sports in der Gesellschaft heraus. Im Stadtgebiet  sind 30 Sport-Vereine mit etwa 9000 Sportlern aktiv. Als Vorsitzender des Sportbeirats der Stadt sieht er die Hauptaufgabe darin, dem Sport den Stellenwert zu verschaffen, der ihm zustehe. Thoma appellierte an die anwesenden Vereinsvertreter, sich stärker einzubringen. Nach der Ehrung von zwölf Bürgerinnen und Bürger, die sich durch jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in verschiedenen sozialen Einrichtungen und Vereinen um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben, lud Kellerer zum Gedankenaustausch ins Foyer des Veranstaltungsforums ein. Geehrt wurden Leonhard Leckenwalter für sein Engagement beim BRK, der Wasserwacht und Feuerwehr, der Heimatgilde, beim Kreisjugendring, sowie als Organisator des Ferienprogramms der Stadt, Inge und Karl-Heinz Maier vom Tierschutzverein, die Feuerwehrleute Heinrich Schwarz, Peter Kandler, Martin Kellerer und Michael Felber, der Vorsitzende des Brucker Modelleisenbahnclubs Heinz-Dietmar Ebert, Sabine Klaßen vom Verein für Gartenbau und Landespflege Puch sowie vom Edigna Verein Puch und vom Seniorenbeirat, Brigitte Bauer vom TuS, Brucker Brettl, Heimatgilde und Wasserwacht, Edelgard Reithmeier von der Siedler- und Eigenheimvereinigung und Gerhard Knöchel vom SC Fürstenfeldbruck.

Dieter Metzler 

Meistgelesen

Menschenkette gegen Fremdenhass
Menschenkette gegen Fremdenhass
Schüler präsentieren ihre Projekte
Schüler präsentieren ihre Projekte
Naturjuwele fusionieren
Naturjuwele fusionieren
Drei Jahre Baustelle
Drei Jahre Baustelle

Kommentare