Kinderhaus in Jesenwang geht in Betrieb

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Der Gemeinderat hat sich ein Bild vom neuen Kinderhaus gemacht (von links): Brigitte Walch, Claudia Schlemmer, Hans Wimmer, Otto Wörle, Rainer Schmid, Alfons Schlecht und Bürgermeister Erwin Fraunhofer.

Die offizielle Einweihungsfeier findet zwar erst im April statt. Doch das neue Kinderhaus am Keltenbogen in Jesenwang ist bereits in Betrieb. Es bietet Platz für zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen.

Jesenwang – Die Einweihung wollte Bürgermeister Erwin Fraunhofer (CSU) nicht mehr in die Wintermonate legen. Stattdessen wird erst nach der kalten Jahreszeit gefeiert, und zwar am 7. April. Doch schon jetzt ist das Kinderhaus in Betrieb. Die Krippe ist bereits bezogen, nach den Ferien geht auch der Kindergarten an den Start.

Bereits für die Zukunft gebaut

Eine Krippengruppe bestand ohnehin bereits. An diese wurde nun die restlichen Räume in einem zweiten Bauabschnitt angebaut. Neben der zweiten Krippengruppe werden vorerst nur zwei Kindergartengruppen einziehen, die bislang im zu eng gewordenen Gebäude an der Kirchstraße untergebracht waren. Die übrigen beiden Gruppen im Obergeschoss sind für die Zukunft gebaut worden.

Jesenwang baut fleißig

„Wir bauen in nächster Zeit sehr viel“, sagt Fraunhofer und verweist vor allem auf das große Baugebiet mit Einheimischenmodell an der Poststraße. Das Gemeindeoberhaupt geht deshalb davon aus, dass das Kinderhaus schon in vier bis fünf Jahren ausgelastet sein wird. Die Räume dafür wurden bereits jetzt ausgebaut. „Das hat uns nun vielleicht ein bisschen was gekostet, aber später wäre es sicher noch teurer geworden“, sagt Fraunhofer.

Gemeinderäte besichtigen neues Kinderhaus

Der Gemeinderat hat sich vor seiner jüngsten Sitzung ein Bild von dem neuen Bauwerk gemacht. Neben den Gruppenräumen bekamen die Räte auch neue Sozialräume für die Mitarbeiter und ein Büro für die Kinderhausleitung zu sehen. Für Begeisterung sorgte der riesige Mehrzweckraum. „Das ist fast eine kleine Turnhalle“, sagt Fraunhofer. Auch das Foyer wurde großzügig geplant, sodass die Kinder bei schlechtem Wetter im Inneren spielen können. „Dafür wurde eigens eine Fliesenreihe an der Wand hochgezogen, damit die Kleinen mit Bobbycars dagegen fahren können, ohne den Putz anzuschlagen“, erklärte Fraunhofer.

Bobby-Car Bahn und großes Foyer

Auch der Außenbereich mit neuen Spielgeräten und einer Bobbycar-Bahn ist fertig. „Man kann aus jeder Gruppe direkt ins Freie gehen und muss nicht unbedingt über das Foyer“, erklärte der Rathauschef. Das soll nur bei schlechtem Wetter genutzt werden, damit kein Schmutz in die Gruppen getragen wird. Überhaupt kenne er kein moderneres Kinderhaus im westlichen Landkreis, sagte der Rathauschef.

Weniger Defizit als vermutet

In der anschließenden Sitzung segnete das Ratsgremium dann auch gleich den Haushaltsplan des Kinderhauses ab, das unter der Trägerschaft der katholischen Kirche steht. Geplant wird mit einem Defizit von etwas mehr als 53.000 Euro, das die Gemeinde komplett tragen muss. 2018 musste die Gemeinde 26.000 Euro ausgleichen. Letztlich ein erfreuliches Ergebnis, denn im Haushaltsplan hatte man noch mit gut 57.000 Euro Defizit gerechnet.

Andreas Daschner

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