Klares Votum gegen Solaranlagen in Mittelstetten - Gegen Standortuntersuchung Freiflächen-Photovoltaikanlagen

Auf dem Gebiet Mittelstettens wird es keine Freiflächen-Photovoltaikanlagen geben. In seiner jüngsten Sitzung fällte der Gemeinderat diese Entscheidung mit 11:1 Stimmen. Lediglich Gebhard Dörr (CSU) sprach sich für die Errichtung großflächiger Solaranlagen und eine Standortuntersuchung aus, die durch die Landschaftsarchitektin Ilka Siebeneicher hätte durchgeführt werden sollen. Dieses Abstimmungsverhalten zog sich auch durch drei weitere Tagungspunkte. Die Änderung eines Flächennutzungsplanes wurde ebenso deutlich abgelehnt wie zwei Anfragen von Privatpersonen.

Dörr zeigte dafür wenig Verständnis. „Eine alternative und saubere Energieform würde Mittelstetten gut zu Gesicht stehen“, argumentierte Dörr. Er verwies darauf, dass die Gemeinde eine Bevölkerungsdichte von unter 100 Einwohner je Quadratkilometer aufweise und somit auf ihrem Gebiet mehr freie Fläche aufweise als zum Beispiel Königsbrunn. „Wenn nicht in Mittelstetten, wo dann kann man solche Anlagen erstellen“, so Dörr. Für den zweiten Bürgermeister Franz Ostermeier (SPD) warten jedoch bereits die Kosten für die Standortuntersuchung, die mit 4300 Euro angegeben wurden, zu hoch. „Deswegen stimme ich dagegen, obwohl ich lange geschwankt habe.“ Einen Befürworter fand Ostermeier in Lorenz Karl (CSU). Die Gemeinde sei nicht verpflichtet, Flächen zur Verfügung zu stellen. Zudem spreche das Stimmungsbild in der Bevölkerung eher gegen die Errichtung von großflächigen Photovoltaikanlagen. In weiteren Wortbeiträgen wurde unter anderem auch darauf verwiesen, dass noch Dachflächen zur Verfügung stehen wurden, auf denen Solartechnik angebracht werden könne. Zu einem früheren Zeitpunkt hatte bereits Kottgeisering die Errichtung solcher Freiflächenanlagen abgelehnt. In Moorenweis hatte man im Januar laufende Anträge noch zugelassen, jedoch in Form eines Deckungsgrades von 120 Prozent eine Grenze gezogen.

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