Klosterstadion Fürstenfeldbruck umgetauft - Neuer Name

Nun ist es offiziell. Der neue Name des Klosterstadion in Fürstenfeldbruck lautet seit 29. Juli 2009 offiziell „TechnoMarkt Stadion“. Mit dem 3:1-Sieg über den TSV Gersthofen sorgten die Landesliga-Kicker aus der Kreisstadt bei ihrem Saison-Heimdebüt zusätzlich für einen gelungenen Einstand im umbenannten Stadion. Kein Wunder also, dass man den ganzen Abend über einen strahlenden SCF-Präsident Marlon Cecic auf dem Brucker Sportgelände antraf. Nach der 1:2-Auswärtsniederlage zum Saisonauftakt gegen den SV Heimstetten war der Sieg Balsam für den gestressten Vereinsboss.

Die Vermarktung des städtischen Stadions war im Vorfeld in der Brucker Öffentlichkeit nicht unbedingt auf allseitige Zustimmung gestoßen. Es gab durchaus kritische Stimmen, die sich gegen eine Kommerzialisierung ausgesprochen hatten. Auch im Brucker Stadtrat, der Ende März den Antrag des Brucker Sportclubs genehmigt hatte, stimmten sechs Stadträte gegen die Umbenennung der Fußballarena in Techno Markt Stadion. Eingefädelt hatte den Kontrakt mit dem neuen Namensgeber, der in Oberbayern rund 400 Mitarbeiter in seinen elf Filialen für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte beschäftigt, der Geschäftsführer des Brucker Expert TechnoMarktes in der Buchenau, Siegfried Müller, der zugleich einer der vier Vize-Präsidenten des Brucker Kreisstadtvereins ist. Der Vertrag mit der Großen Kreisstadt gilt zunächst für drei Jahre. Zur offiziellen Einweihung hatte SCF-Präsident Cecic alle Sponsoren des Vereins eingeladen. Man traf sich im VIP-Raum des Sportvereins zu einem Meinungsaustausch, stärkte sich am kalten Buffet und feierte anschließend mit den knapp 300 Zuschauern die Umbenennung des Stadions in TechnoMarkt Stadion. Die Zuschauer kamen dabei auch auf ihre Kosten. Sie erhielten einen Nachlass auf alle Getränke, gewannen durch Eintrittskartenverlosung fünf MP3-Player und einen Ball der Fußballweltmeisterschaft 2006 mit der Originalunterschrift vom ehemaligen Bomber der Nation, Gerd Müller. Der Gewinn eines Flachbildfernsehers verschob sich, nachdem von fünf ausgelosten Kandidaten beim Torschuss in der Halbzeitpause keiner von der Mittellinie traf. Wenn auch in den ersten 45 Minuten der Ball in den Reihen der neuformierten Brucker Mannschaft noch nicht so „rund“ lief, wie sich das Trainer Thomas Holz gern gewünscht hätte, so gelang der Sportclub-Elf durch das erst 17-jährige Brucker Eigengewächs Koray Altinay nahezu ein Traumstart. Kaltschnäuzig vollendete der jüngste Spieler auf dem Platz einen Traumpass von Brucks Kapitän Christoph Ullmann zur Führung. Nachdem den Bruckern durch Christian Schmid der Ausbau der Führung und damit ggf. eine Vorentscheidung versagt blieb, weil Schmids Heber von einem Gersthofener Abwehrspieler für den bereits geschlagenen Keeper von der Linie gekratzt wurde, schlug ein Freistoß der Gäste von Ronny Roth unhaltbar für Brucks Schlussmann Christian Horn zum 1:1-Ausgleich ein. Nach knapp einer Stunde bogen die im zweiten Durchgang aggressiver und läuferisch stärkeren Brucker auf die Siegerstraße ein. Begünstigt durch einen kapitalen Schnitzer eines Gersthofener Abwehrspielers erzielte Ex-Bundesliga-Profi Marco Toppmüller das vorentscheidende 2:1. Der Neu-Brucker, vergangene Woche Vater eines strammen Buben geworden, zog auf und davon und erzielte mit einem Flachschuss ins rechte Toreck die erneute Brucker Führung. Nun waren die Brucker im Techno-Markt Stadion klar die Herren des Geschehens. Nachdem Thomas Krovinovic mit einem strammen 20-Meterschuss das 3:1 erzielte, war die Partie endgültig entschieden. Nicht nur Brucks ehemaliger Torjäger Andreas Neumeyer stand bei seinem neuen Verein über 90 Minuten auf verlorenem Posten, woran nicht zuletzt auch Christian Rodenwald und Florian Baier großen Anteil hatten. Der dritte Treffer zeigte deutliche Wirkung bei den Gersthofenern, die erkennbar nicht in der Lage waren, dem Spiel in den verbleibenden 20 Minuten noch eine Wende zu geben.

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