Aufregender Fund im Rothschwaiger Wald –  2. Königspython auf dem Wanderpfad eingefangen 

Spaziergänger mit Hunden entdeckten Königspython auf dem Wanderpfad - Pilzsammler fand eine zweite Schlange

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So eingeringelt lag der Königspython mitten auf dem Wanderpfad im Rothschwaiger Wald. 

Fürstenfeldbruck – Schrecksekunde bei einem Spaziergang im Rothschwaiger Wald: Drei  Fürstenfeldbrucker, die mit zwei Hunden unterwegs auf einem einsamen Waldweg waren, sahen ein geringeltes Etwas mitten auf dem Pfad, das sich als 50 - 60 cm großer Königspython entpuppte. Sieben Männer der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck betätigten sich mit Stadtbrandmeister Michael Ott als "Schlangenbändiger".  Am 16. 8. gegen 12 Uhr mittags meldete ein Pilzsammler - ebenfalls im Rothschwaiger Wald - einen zweiten Königspython, den die Polizeibeamten selbst einfingen und ihn dann der Reptilien-Auffangstation an der Universität München übergaben. 

Gegen 13.45 Uhr am 13. 8. 2013  ging bei der FFW in Fürstenfeldbruck ein Notruf unter dem Stichwort "Tierrettung" ein.

Die Feuerwehrleute, die oft Hunden, Katzen und Vögeln aus einer aussichtslosen Lage helfen, waren ahnungslos, was sie diesmal erwarten würde. Eine Spaziergängerin wartete aufgeregt am Rande des Rothschwaiger Waldes und lotste die Feuerwehrleute zu ihren beiden Bekannten, die dort mit zwei Hunden  mitten in den Wald warteten. Dort lag - zusammengeringelt -  ein Königspython.  Im Gegensatz zu anderen Schlangen flüchtet der Königspython bei Gefahr nicht, sondern rollt sich zu einer Art Kugel zusammen. Stadtbrandmeister Michael Ott dokumentierte mit der Kamera, wie geschickt Feuerwehrmann Bernhard Stoß die exotische Schlange mit einer Größe von 50 - 60 Zentimetern vom Weg aufnahm und sie  in einer blauen Box lagerte, in der sie dann direkt zur Polizeistation nach Fürstenfeldbruck gefahren wurde. 

Zum Glück verfügt die Freiwillige Feuerwehr Bruck über einen Feuerwehrmann, der mit Reptilien umzugehen weiss: Bernhard Stoß übergab den Königspython der Polizei.   

Wie die Schlange auf den Wanderweg im Rothschwaiger Wald gelangte, steht momentan noch nicht fest. Aber Stadtbrandmeister Michael Ott, der auch schon tote einheimische Schlangen bergen musste, vermutet, dass sie mitten in der Haupturlaubszeit ausgesetzt worden sein könnte. 

Nach dem Fund am 13. 8.  ist ein weiteres Exemplar der gleichen Gattung aufgetaucht, und zwar am 16. August.  Ein Pilzesammler meldete der Polizei am Mariä Himmelfahrts-Tag  gegen 12.00 Uhr seine Entdeckung und lotste die Beamten zum Fundort in den Rothschwaiger Wald. Dort schlängelte sich tatsächlich ein weiterer Königspython seines Weges. Diesmal wurde die soweit ungefährliche Schlange von den Beamten kurzerhand selbst eingefangen und der Auffangstation für Reptilien in München an der Universität übergeben. Da der Fundort der zweiten Schlange in der Nähe des ersten lag, besteht offenbar ein Zusammenhang. Das Schlangen-Pärchen wurde jetzt wieder in einem Terrarium vereint, meldete die Polizei.  

Quelle Wikipedia: "Der Königspython ist über weite Teile West- und Zentralafrikas verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht von Gambia nach Osten bis in den Sudan.  Die Art ist hinsichtlich ihres Habitates sehr anpassungsfähig, sie besiedelt den geschlossenen tropischen Regenwald ebenso wie Savannen und landwirtschaftlich genutzte Gebiete bis in die Randbereiche von Siedlungen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass junge Königspythons auch im Freiland überwiegend auf Bäumen (arboreal) leben und ab einer gewissen Größe immer stärker bodenbewohnend sind. 

Ghana zählt zu den afrikanischen Staaten, die sich frühzeitig um eine bestandsschonende Nutzung des Königspythons bemüht haben. Diese Schlangenart kommt z.B. auch in Togo vor. In mehreren anderen afrikanischen Staaten wurden die von der EU festgelegten Importquoten jedoch so weit überschritten, dass die EU 1999 ein Importverbot für Königspythons aus diesen Staaten erlassen hat. Diese sind die Zentralafrikanische Republik, Kongo, Äquatorialguinea, Gabun und Liberia. Angaben zum Durchschnitts- und Maximalalter freilebender Individuen sind unbekannt; für in Gefangenschaft gehaltene Königspythons werden Höchstalter bis über 40 Jahre angegeben, maximal 48 Jahre."  

Eine Würgeschlange ist nicht giftig. Sie verfügt jedoch über ein nicht ungefährliches Gebiss. Aber aufgrund ihrer geringen Größe von maximal 2 m bildet diese Schlange zumindest für einen Erwachsenen keinerlei Gefahr. Allerdings sollte man bei kleinen Kindern größte Vorsicht walten lassen. Das gilt natürlich besonders für den Personenkreis, der diese Schlange im Terrarium hält. Die Haltung eines Königspythons ist übrigens nicht meldepflichtig. 

redkb 

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