„Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“

Kollegiale Erstberatung im Pflegefall: Erste betriebliche Pflegelotsen erhalten Ausbildungszertifikate

Die ersten betriebliche Pflegelotsen im Landkreis Fürstenfeldbruck haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler überreichte die Ausbildungszertifikate.
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Die ersten betriebliche Pflegelotsen im Landkreis Fürstenfeldbruck haben jetzt ihre Ausbildung abgeschlossen. Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (vorne, Mitte) überreichte die Ausbildungszertifikate.

Landkreis – Was tun, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird? Anlaufstelle für eine Beratung können betriebliche Pflegelotsen sein. Die ersten Frauen und Männer aus dem Landkreis haben jetzt ihre Ausbildung für diese Aufgabe erfolgreich abgeschlossen.

Die Zertifikate zur Auszeichnung als betriebliche Pflegelotsen überreichte am Dienstag, 6. Juli, die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler an 15 Mitarbeiter von regional ansässigen Betrieben und Unternehmen sowie Kommunalverwaltungen. Fünf weitere Pflegelotsen waren verhindert und erhalten das Zertifikat per Post.

„Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“

Die Ausbildung von Bürgern zum betrieblichen Pflegelotsen ist ein Baustein des Projektes „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“, das vom Regionalmanagement des Landratsamts Fürstenfeldbruck verantwortet wird. Im Rahmen von fünf Modulen wurden im April und Mai 20 Arbeitnehmer zu betrieblichen Pflegelotsen ausgebildet. Referentinnen der Rummelsberger Diakonie vermittelten die Lerninhalte im Rahmen von Online-Kursen.

Beratung von und für Kollegen

Bei betrieblichen Pflegelotsen handelt es sich um Mitarbeiter in Betrieben und Unternehmen, die eine kollegiale Erstberatung in einem Pflegefall leisten können. Dabei werden den Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen fundierte Informationen beispielsweise über die Rechtslage, die Zusatzleistungen des Unternehmens, Versorgungsformen und externe Dienstleister für die individuelle Situation vermittelt.

Durch Veranstaltungen weiter in Kontakt

In einer feierlichen Veranstaltung würdigte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler die Aufgabe, denen sich die betrieblichen Pflegelotsen in ihren Unternehmen zukünftig widmen. Iris Schneider und Bianca Pohlmann von der Rummelsberger Diakonie betonten, wie engagiert die Teilnehmer sich in die Seminare eingebracht hätten, obwohl diese pandemiebedingt nur als Online-Kurse stattfinden konnten. Zukünftig sollen die betrieblichen Pflegelotsen im Rahmen von Netzwerkveranstaltungen weiterhin in Kontakt bleiben und so ihre Erfahrungen austauschen können.

Das Projekt des Regionalmanagements, das neben dem Qualifizierungsprogramm noch eine Vortragsreihe für Bürger im Herbst beinhaltet, wurde in enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung und der Seniorenfachberatung im Landratsamt konzipiert.
red

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