Kommunalwahlen 2020 

FDP wählt Ulrich Bode zum dritten Mal in Folge zum Landratskandidaten

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Alle guten Dinge sind drei, denkt sich Ulrich Bode, und kandidiert erneut als Landratskandidat.

Zum dritten Mal nacheinander wird sich Ulrich Bode für die FDP um den Posten des Landrates bewerben.

Emmering – Der Eichenauer Gemeinderat setzte sich in der gut besuchten Nominierungsversammlung, die in Emmering stattfand, mit 17:8 Stimmen gegen den Fürstenfeldbrucker Stadtrat Herwig Bahner durch.

Dass er trotz allen politischen Ehrgeizes realistisch seine Chancen einschätzt, deutete Bode so an: „Ich mache gerne Politik und bisher ehrenamtlich. Das wird wohl so bleiben.“ Sowohl 2014 als auch 2008 blieb Bode bei seinen bisherigen Kandidaturen jeweils unter drei Prozent. Bei seiner Kandidatur für den Landtag im vorigen Jahr erzielte Bode im Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost aber immerhin gut sechs Prozent.

Wirtschaftsförderung und Digitalisierung

Einen Schwerpunkt will Bode in der Wirtschaftsförderung setzen. „Wir können nicht darauf warten, bis ein Betrieb sagt, dass er zu uns kommen möchte.“ Da gelte es, Versäumnisse aufzuarbeiten. Deshalb werde das im Fall der Wahl eines seiner ersten Themen sein, die er auf die Agenda setzen werde.

Weiter voranbringen will Bode, IT-Referent in Kreis und Gemeinde, die Digitalisierung. Beim Breitbandausbau sprach er sich für eine staatliche Förderung aus, weil das Buddeln um Leitungen nicht das Entscheidende sein dürfe. Bei der S-Bahn wünsche sich Bode einen viergleisigen Ausbau bis Eichenau.

Gegenkandidat Herwig Bahner

Dem setzte Bahner den Gedanken gegenüber, die Züge von Lindau über Augsburg nach München zu führen. So könne eine kürzere Taktzeit für die S-Bahn ohne größere Baumaßnahmen möglich werden. „Warum hat das bisher niemand durchgerechnet“, fragte Bahner. Er wolle ebenso dazu beitragen, die Spannungen zwischen Kommunen und Bauherren abzubauen. „Man sollte aber das Kaufen von Wohnungen mehr in den Vordergrund stellen als das Mieten.“

Kämpferischer Verlierer

Insgesamt gab sich Herausforderer Bahner, der nach eigener Aussage von Klaus Wollenberg um eine Kandidatur gebeten wurde, kämpferischer. Er wolle die FDP im Kreis aus dem Tal der drei Prozent herausholen – einen offensiven Wahlkampf führen. „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir eine klare bürgerliche Linie fahren“, stellte Bahner dar, dass er klare Kante fahren wolle. Die Prominenz des amtierenden Landrats hätte ihn jedenfalls nicht geschreckt.

Ehemaliger CSUler muss sich rechtfertigen

Bahner deutete an, dass es Widerstände zu seiner FDP-Kandidatur gegeben habe. „Man hat doch noch einen Gegenkandidaten gefunden“, sagte er. Er musste sich auch zu seiner früheren politischen Heimat äußern. Bis 2017 war Bahner CSU-Fraktionsvorsitzender im Fürstenfeldbrucker Stadtrat. Er habe den Wechsel vorgenommen, weil die CSU für einen Innenminister stehe, von dem man nicht mehr wisse, was er morgen sagt. Zudem hätten ihn Wollenberg und der Bundesvorsitzende Christian Lindner überzeugt.

 Hans Kürzl

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