8. Weltkongress für Konduktive Förderung in Fürstenfeld  – 630 Teilnehmer aus 35 Nationen

Weltkongress unter Schirmherrschaft von Prinzessin Ursula von Bayern und Peter Maffay 

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Weltkongress Konduktive Förderung 1: Von links: Peter von Quadt, Vorstand FortSchritt Starnberg e.V., Prinzessin Ursula von Bayern, Schirmherrin, Beate Höß-Zenker, Leiterin Organisationskomitee, Krisztina Desits, Diplom-Konduktorin und Wolfgang Vogts, Bundesverband Konduktive Förderung nach Petö e.V.

Fürstenfeldbruck –  Die große Kreisstadt Fürstenfeldbruck ist vom 9. bis 12. Oktober Gastgeber des 8. Weltkongresses Konduktive Förderung. Zum 1. Mal findet dieses Event in Deutschland statt, das bislang 630 Kongressteilnehmer und Experten aus 30 Ländern ins Veranstaltunsforum Fürstenfeld lockte. Unter dem Motto Rhythm & Balance haben Wissenschaftler sowie Betroffene aus aller Welt die Gelegenheit, sich umfassend über die Konduktive Förderung zu informieren.

 Bei der Eröffnungsrede der Schirmherrin Prinzessin Ursula von Bayern im großen Stadtsaal, zeigte sie sich begeistert von der Methode der konduktiven Förderung und lobte die große Leistung, die dahinter steckt.

Die Konduktive Förderung wurde vor mehr als 60 Jahren in Ungarn entwickelt mit dem Ziel, dass körperbehinderte Menschen durch intensive und gezielte Förderung wieder aktiv am Leben in der Gesellschaft teilnehmen können. Prof. Andras Petö erkannte, dass Schädigungen des Zentralnervensystems nicht nur isolierte Funktionsstörungen verursachen, sondern sich auf die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit auswirken. Durch die gezielte Förderung bestimmter Entwicklungsbereiche werden auch andere Funktionen und Fähigkeiten positiv beeinflusst. Neu erworbene Fertigkeiten werden automatisiert und nachhaltig gespeichert, wenn sie unmittelbar im Alltag praktiziert werden. 

 Nicht nur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Schädigungen des Zentralnervensystems, die bei Geburt oder nach einem Unfall auftraten, stellt das System der Konduktiven Förderung eine besonders nachhaltige Hilfe dar. Auch bei anderen Behinderungsarten oder z.B. nach einem Schlaganfall wird die alltagsorientierte Methode in Deutschland seit den 1990er Jahren von Konduktoren erfolgreich angewendet. ¨Konduktiv¨ wird vom lateinschen ¨conducere¨ abgeleitet und heißt ¨hinführen, zusammenführen¨. In Vorträgen, Diskussionen und Workshops geben internationale Experten Einblicke in neurophysiologische Aspekte bezüglich Rhythmus und Gleichgewicht, Einsatzmöglichkeiten der Konduktiven Förderung in Kindergärten, Schule und Ausbildung, Integration, Inklusion, Sport, Freizeit, Erwachsenenbidlung etc. Referenten aus 30 Länder berichten unter anderem von der Umsetzung der Konduktiven Förderung durch Therapeuten, Pädagogen und deren Weiterbildung. Am kommenden Samstag bietet der Kongress einen offenen Familientag mit Mitmachangeboten für Jung und Alt an.

Nicole Burk  

 

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