Josef Vogt und Markus Niedermeir kontrollieren die Germeringer Vergnügungs-Oasen

Sie sorgen für Sicherheit am Spielplatz

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Markus Niedermeir (li.) und Josef Vogt kontrollieren regelmäßig die Germeringer Spielplätze.

Germering – Sie sorgen für Sicherheit auf Germerings Spielplätzen: Seit über zehn Jahren kontrollieren Markus Niedermeir und Josef Vogt Wippen, Schaukeln, Rutschen oder Sandkästen. 

Als junge Burschen waren sie ja auch für jeden Blödsinn zu haben. Aber so etwas? „Nein, das kann man einfach nicht begreifen“, sagt Markus Niedermeir als er über dem medizinballgroßen Loch auf einer Mini-Ramp im neuen Germeringer Skate-Park kniet. In der Hand hält der 50-Jährige die „Tatwaffe“ – einen gut zehn Kilo schweren Stein. Für Niedermeir und seinen Kollegen Josef Vogt ist klar: Der Stein stammt von der nahen Autobahn-Baustelle. Völlig unklar ist dem Duo jedoch, warum jemand einen solchen Brocken mehrere hundert Meter weit schleppt, nur um damit eine Rampe für die Skater zu zerdeppern. Doch mit derlei Gedanken können sich die zwei nicht lange aufhalten. Mit dem Meterstab vermessen sie die beschädigte Platte. Später im Bauhof werden sie eine neue zuschneiden und über dem Loch anbringen. Denn Sicherheit steht für die zwei über allem. 

In geordneten Bahnen

Seit über zehn Jahren sind Vogt und Niedermeir als Team unterwegs und sorgen dafür, dass auf den 46 städtischen Spielplätzen alles in geordneten Bahnen läuft. Einmal pro Monat unterziehen sie jede Anlage einer genauen Prüfung. Lose Schrauben, hervorstehende Drähte, abgenutzte Kettenglieder oder eben Vandalismus: Die Arbeit geht dem Duo nie aus. Damit auch wirklich jedes Gerät geprüft wird, arbeiten die zwei eine Liste ab. Besonders gefährlich für den Nachwuchs sind die Hinterlassenschaften von feiernden Jugendlichen. „Wir achten vor allem auf Glasscherben im Fallschutz-Bereich“, sagt Vogt. Gerade im Herbst, wenn der Boden von Laub bedeckt ist, verstecken sich dort oft gemeine Fallen. 

Viel Arbeit zu Ferienbeginn

Gerade zu Beginn der Ferien müssen die Spielplatz-Kontrolleure besonders wachsam sein. „Wenn die Jugendlichen viel Zeit und gute Laune haben, liegt oft besonders viel herum“, sagt Niedermeir. Manchmal sei die Jugend aber auch kreativ. Am Skatepark habe eine Gruppe einmal die Verkleidung einer Halfpipe entfernt und sich darunter einen „Partyraum“ mit Wasserpfeife und Bier eingerichtet. Beschädigt haben sie nichts, weswegen die Spielplatz-Cops darüber auch eher schmunzeln können. 

Wenig Spielraum

Spielraum haben Vogt und Niedermeir bei ihren Kontrollen nur wenig. Der Abstand zum nächsten Gerät, Spaltmaße, Winkel oder Öffnungen: „Jeder Quadratzentimeter ist vorgeschrieben“, sagt Niedermeir. Um zu prüfen, ob der Bewegungsdrang der Kinder Spuren hinterlassen hat, hat das Duo spezielle Schablonen dabei, die sich nirgendwo verhaken dürfen. So soll etwa simuliert werden, dass ein Kind seinen Kopf durch eine Öffnung steckt – sind die Vorgaben nicht eingehalten, bestünde die Gefahr, dass sich der Nachwuchs stranguliert. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, absolvieren die zwei zusätzlich regelmäßig Schulungen. Und natürlich bleibt ihnen auch der Schreibkram nicht erspart. „Gerade für Haftungsfragen spielt die Dokumentation der Kontrollen eine ganz wichtige Rolle“, sagt Niedermeir. 

Immer in Schuss

Für Bauhof-Referent Franz Senninger (CSU), ist die Arbeit des Duos unersetzbar. „Man kann die Arbeit der Spielplatzkontrolleure gar nicht hoch genug schätzen“, sagt der Christsoziale. Die meisten Bürger sähen es als selbstverständlich an, dass die Germeringer Spielplätze zu jedem Zeitpunkt gut in Schuss seien. „Ohne unsere Kontrolleure wären die meisten aber in kurzer Zeit nicht mehr nutzbar“, so Senninger. 

Rückhalt im Stadtrat

Josef Vogt und Markus Niedermeir freuen sich über den Rückhalt aus dem Stadtrat. Was die beiden aber fast noch mehr anspornt, sind die vielen lachenden Kindergesichter, die sie nach getaner Arbeit regelmäßig auf den Spielplätzen beobachten können. Vogt: „Dann weiß man, dass man gut gearbeitet hat.“

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