Die Kreativen Ortler in Puchheim sind wieder mit einer Ausstellung präsent

Überwiegend weiß

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Sowohl mit ihrer Kleidung als auch vom Namen her, hatte die Kulturreferentin im Puchheimer Stadtrat, Ramona Weiß (links), schon mal einen Volltreffer gelandet. Ähnliche Pluspunkte konnte der Chorleiter des Männergesangvereines “MGV Harmonie”, Joachim Dorfmeister, (zweiter von rechts) verbuchen: Auch sein Name war Programm - im Dorf, das zur Stadt gehört- und er wusste alle gesungen Lieder “überwiegend weise weiß” zu interpretieren.  Künstler (von rechts): Franz Werschnik, Hariet Paschke und Barbara Saatze.

Puchheim - “Überwiegend weiß” lautete das Thema einer Kunstausstellung der Kreativen Ortler im Katholischen Pfarrheim in Puchheim Ort. Jene Künstler-Gruppierung, die 1996 zum Abschlussfest der Dorferneuerung erstmals eine Ausstellung auf die Beine gestellt hat. Es mag kurios anmuten: Mittlerweile bildet das Dorf “Puchheim Ort” zusammen mit dem “anderen Ortsteil Puchheim Bahnhof” die Stadt Puchheim. Nunmehr haben neun ortsansässige Künstler ihre aktuellen Werke vorgestellt.

Zahlreiche Besucher waren zur Eröffnung der Ausstellung gekommen, um zu sehen, was sich hinter dem Thema verbergen kann. Wie die Sprecherin der auch als “Kreos” bekannten Künstler, Hariet Paschke, bei der Vernissage ausführte, ist weiß nicht immer gleich weiß, zumal unterschiedliche Abstufungen möglich sind. Die Aufgabenstellung für diese Ausstellung lautete deshalb, mehr als 50% weiß im Bild festzuhalten. Seit dem Computerzeitalter sei weiß auch das Thema der Helligkeit, die man per PC steuern könnte. Beim Ausstellungsthema ging es aber weniger um computergesteuerte Helligkeit, sondern in erster Linie um “überwiegend, weiße Pinselstriche”, die von den Künstlern an ihren Werken ausgeführt worden sind.

Die waren dann vielfältiger Natur und ließen in den Werknamen wie beispielsweise “Miss Schneeglöckchen”, “Winterliche Stille”,”Eisbach”,“Lichtraum” oder “Traumzeit” erahnen, welche Beweggründe die Pinselführung in weiß veranlasst haben. Das wusste auch die Kulturreferentin im Puchheimer Stadtrat, Ramona Weiß, bei ihrem Grußwort in einem von ihr verfassten Zitat zu würdigen: “Es bedarf erst des Pinselstrichs des Künstlers, der mit hohem Maß an Achtsamkeit und Sorgfalt das entstehen lässt, was der Betrachter am Ende wahrnimmt”.

Wie sie weiter ausführte, sei weiß auch die Farbe des Friedens. Sie wusste auch von weißen Engeln zu erzählen, die für Heiligkeit und Reinheit stehen. Auch würden weiße Tauben bei einer Hochzeit ein harmonisches Bild abgeben. Die Ausstellungseröffnung wurde vom Männergesangsverein “MGV Harmonie” begleitet und Chorleiter Joachim Dorfmeister wusste gekonnt, die entsprechenden Lieder wie beispielsweise vom “weißen Gras” oder vom “weißen Wein” in Worten an das Ausstellungsthema “anzupassen” und konnte sogar den Bogen zum Herbst schlagen, dem dann der “weiße Winter” folgen würde. Georg Johannes Miller Bildunterschrift: Sowohl mit ihrer Kleidung als auch vom Namen her, hatte die Kulturreferentin im Puchheimer Stadtrat, Ramona Weiß (links), schon mal einen Volltreffer gelandet. Ähnliche Pluspunkte konnte der Chorleiter des Männergesangvereines “MGV Harmonie”, Joachim Dorfmeister, (zweiter von rechts) verbuchen: Auch sein Name war Programm -im Dorf, das zur Stadt gehört- und er wusste alle gesungen Lieder “überwiegend weise weiß” zu interpretieren. Darüber freuten sich die Künstler (von rechts): Franz Werschnik, Hariet Paschke und Barbara Saatze.

Georg Johannes Miller

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