Kreative Ortler – Die Künstlergemeinschaft aus Puchheim-Ort stellte im Pfarrheim zum 17. Mal aus

„Seelenspuren“, Ölbild, von Tilly Mertz. Alle Fotos: Günter Schäftlein

In originellen Bildern, Figuren und Mischtechniken konnten die „Ortler“ wieder einmal ihre Qualitäten beweisen: Mit „Spuren“ frei nach Antoine de Saint-Exupéry und „Geh Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.“ Leider war es nur ein Wochenende, jedoch musikalisch glänzend begleitet von der jungen Gruppe „Marvpaul“ aus Puchheim-Ort mit ihrer ersten CD bei der Eröffnung.

Michael Franke, Pastoralreferent der kath. Gemeinde Maria Himmelfahrt, hatte Künstler und Besucher in den einladenden Räumen des Pfarrheims begrüßt. Zu einem „Beinahe-Gau in der Altstadt“ (Puchheim-Ort) der neuen Stadt Puchheim kam es am 16. März, als der Künstlerin Karin von Bothmer beim Aufhängen das Hinterglasbild eines AKW-Kühlturms entglitt. Der Totalschaden konnte nur durch das beherzte Eingreifen und Zupacken der anwesenden Gruppenmitglieder verhindert werden. Aber: Das gemalte, teilzerstörte Glaswerk hatte hierdurch überraschend an brennender Aktualität gewonnen - siehe Fukushima. Ohne weitere Schäden verlief der Ausstellungsrest: Von Hermann Weinig in ungebranntem Ton „Spurensucher II + III“. Tilly Mertz steuerte ausdrucksvoll die Ölbilder „Seelenspuren“, „Spuren der Nacht“ und „Die Spur durch die Natur“ bei. Antonio Niosi umfaßte mit seinen kriegerischen Szenen und „Mythosorme“ Spuren altgriechischer Mythologie in Acryl auf Leinwand. Ebenfalls in Acryl malte Ursula Peukert in warmen Farbtönen „Namaste I+II“. Zurückhaltende blau-graue Farbgebungen hingegen im Motiv „Der Weg führt zum Ziel“ von Michael Grandtner. Zum „AKW-Kühlturm“ gesellten sich bei Karin von Bothmer noch das Porträt einer alten Frau mit „Altersspuren“ sowie „Siedlungsspuren“. Der Fotokünstler Thomas Hoffrichter bot einen beeindruckenden Naturbilderbogen aus Holzstrukturen und Wasser(-fall). Ebenfalls fotografisch stellte sich Barbara Saatze mit „Collage Variationen“ und dem colorierten Materialdruck „Abdrücke, verfremdet“ vor. Eine illustrierte „Gedicht-Wand“ von Luise Maier zählte mehr zum Bereich „Mischtechnik“. Erni Hilmer mit ihrer „Spur zurück“ zu den menschlichen Anfängen zeigte eine biblisch-nackte Unschuld.

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