Kreisausschuss diskutierte über Integrierte Leitstelle

ILS-Neubau: Auch Germering ist eine Option

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Blick ins Herzstück der Integrierten Leitstelle in Fürstenfeldbruck – die Räumlichkeiten werden zu klein, weshalb nach einem neuen Standort gesucht wird.

Germering ist plötzlich auch als möglicher Standort für den Neubau der Integrierten Rettungsleitstelle (ILS) im Gespräch. Ein Grundstückseigentümer hat seine Fläche im Norden der Stadt, nahe der B2, FW-Kreisrat Gottfried Obermair angeboten. Das Areal soll nun in die Prüfung mit einbezogen werden.

Germering - Bislang waren Mammendorf, Maisach und Bergkirchen (Landkreis Dachau) als Standorte für den ILS-Neubau im Gespräch. Im Kreisausschuss wurde gerade über die Modalitäten diskutiert, als Obermair eine mögliche vierte Fläche ins Gespräch brachte. Den Ort wollte er öffentlich nicht nennen, da es sich um eine Grundstücksangelegenheit handelt. Gerüchten zufolge soll es sich aber um besagtes Grundstück im Norden Germerings handeln. Der Kreisausschuss beschloss, alle bestehenden Grundstücksoptionen weiter zu verhandeln – also auch die von Obermair ins Spiel gebrachte. Ob der Landkreis die ILS dann selbst baut, oder im Rahmen eines sogenannten PPP-Models – nach dem Englischen „Public Private Partnership“, Öffentlich-Private Partnerschaft – von einem Dritten errichten lassen soll, ist im Kreisausschuss allerdings ziemlich umstritten. 

SPD und Grüne von PPP-Modell nicht begeistert

Vor allem SPD und Grüne sind von dem PPP-Modell nicht begeistert. Martin Runge (Grüne) erinnerte an den Gefängnisbau in Gablingen bei Augsburg, wo Diskussionen um ein PPP-Modell den Bau lange verzögert haben, ehe das Modell letztlich scheiterte. SPD-Rat Peter Falk will Gespräche über eine Einrichtung führen, „die in öffentlicher Hand bleibt“. Auch Johann Thurner (FW) erklärte, dass „ich ein bissl Bauchschmerzen mit dem PPP-Modell habe und mir ein Bau auf einem eigenen Grundstück lieber wä- re“. Er konnte sich aber letztlich mit einem Vorschlag der CSU anfreunden. Deren Kreisrat Hans Seidl hatte erklärt, dass man parallel beide Möglichkeiten prüfen solle, weil das die Effizienz erhöhe. „Allerdings ist für uns ein PPP-Modell nur vorstellbar, wenn das Gebäude nur für die ILS gebaut wird und keine Fremdnutzer zugelassen werden“, sagte Seidl. 

Ausschuss stimmt dafür beide Möglichkeiten zu prüfen

Landrat Thomas Karmasin (CSU) ergänzte, dass er die Entscheidung letztlich leidenschaftslos sehe. „Ich halte das PPP-Modell nur für interessant, weil sich konkrete Möglichkeiten dafür bieten.“ Er könne aber auch damit leben, wenn der Ausschuss das ablehne. Doch das tat das Gremium letztlich mit einem denkbar knappen 8:6-Votum nicht. 

Andreas Daschner

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