3.700 Handwerksbetriebe im Landkreis

Kreishandwerksmeister Höfelsauer erklärt Aufgaben der Kreishandwerkerschaft

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Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer mit den beiden Büroangestellten Andrea Bayreuther und Iris Golz.

Kaum ein Wirtschaftsbereich ist so gut organisiert wie das Handwerk mit seiner Kreishandwerkerschaft, den Innungen, der Handwerkskammer und den Fachverbänden. Das Handwerk, als zum Teil in der Tradition verwurzelte Organisation, ist alles andere als verstaubt oder überflüssig.

Eine Kreishandwerkerschaft ist für das Handwerk gerade  in der heutigen Zeit von Bedeutung. Weil nur sie nach der Handwerksordnung die Aufgabe hat, die „Gesamtinteressen des selbständigen Handwerks sowie die gemeinsamen Interessen der Handwerksinnungen wahrzunehmen“.

Ansprechpartner für Betriebe und Politik

„Man kann auch sagen, die Kreishandwerkerschaft ist die politische Vertretung des regionalen Handwerks in der Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts“, fasst Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer die Bedeutung dieser Institution zusammen. „Wir sind der Ansprechpartner, der sich vor Ort für die Interessen der Betriebe, der Innungen und des Gesamthandwerks einsetzt. Und als Dachorganisation des örtlichen Handwerks sind wir Ansprechpartner der Kommunalpolitik und sorgen für einen Interessenausgleich unter den verschiedenen Handwerksberufen auf regionaler Ebene.“

Wo alle Fäden zusammen laufen

In der Geschäftsstelle der Brucker Kreishandwerkerschaft im Zentrum der Kreisstadt in der Hauptstraße 12 laufen alle Fäden für die fünf in der Kreishandwerkerschaft angeschlossenen Innungen im Landkreis zusammen. „Wir erledigen die Verwaltungsaufgaben der Ausbildung und führen die Geschäfte der uns angeschlossenen Innungen“, erläutert Höfelsauer. Dazu bietet die Kreishandwerkerschaft den Betrieben ein breites Serviceangebot. Es reicht vom vielfältigen Beratungsangeboten in tarif-, arbeits- und sozialrechtlichen Fragen bis zu Problemlösungen in unternehmens- und betriebswirtschaftlichen Fragen sowie der Existenzgründung in Verbindung mit der Handwerkskammer.

Gütesiegel für Mitgliedschaft

Die Innungen sind ein freiwilliger Zusammenschluss selbstständiger Handwerker in einem Beruf. Sie bilden die Basisorganisation der handwerklichen Selbstverwaltung. Der hohe Organisationsgrad der Betriebe in den Innungen ist Beweis für ihre fachliche Kompetenz. Mit der Mitgliedschaft erwerben die Betriebe ein Gütesiegel für handwerkliche Qualitätsarbeit, dem die Kunden vertrauen. Der Interessenausgleich und der Erfahrungsaustausch unter Kollegen gehört ebenso zu den Hauptaufgaben der Innungen wie die Aus- und Weiterbildung. Die Abnahme von Gesellen- und Zwischenprüfungen sowie die Durchführung der überbetrieblichen Unterweisung ist ein Teil dessen. In Verbindung mit der Kreishandwerkerschaft und den Fachverbänden bietet die Innung Schulungen, Beratungen und Seminare für Betriebsinhaber und Mitarbeiter an. Die Innung informiert ihre Mitglieder aktuell und berufsbezogen aus erster Hand – ein echter Wissensvorsprung.

Garant für Arbeitsplätze

Im Landkreis bieten rund 3.700 Handwerksbetriebe mit circa 10.500 Beschäftigten und knapp 900 Auszubildenden täglich Produkte und Dienstleistungen. „Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Handwerks als Garant für sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze“, sagt Höfelsauer. „Das Gewerbe trägt mit einem Jahresumsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro zur sozialen Stabilität und zum Wohlstand in unserer Region bei und ist nicht zuletzt eine wichtige Säule für unsere Gesellschaft, die Städte und Gemeinden und die Volkswirtschaft allgemein“

Rathaus des Handwerks

Da sind im Landkreis die Bäckerinnung (Obermeister Werner Nau, Grunertshofen), die Bauinnung (Obermeister Thomas Vilgertshofer, Alling) mit den angeschlossenen Bauunternehmen, Estrichleger, Fliesenleger und den Straßenbau, die Friseurinnung (Obermeisterin Andrea Macha, Puchheim), die Metzgerinnung (Obermeister Engelbert Jais, Luttenwang) und die Schreinerinnung (Obermeister Andreas Obermaier (Althegnenberg). „Wir sind sozusagen die Filiale der Handwerkskammer. Man könnte unsere Geschäftsstelle aber auch als das Rathaus des Handwerks bezeichnen“, meint Höfelsauer. Die fünf Obermeister der Innungen gehören dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft an.

Dieter Metzler

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