177 Delegierte aus 23 Ortsvewrbänden bei CSU-Kreisvertreterversammlung – Landrat empfahl Analyse der Kommunalwahlergebnisse in den Ortsverbänden

Karmasin mit 96 Prozent der Stimmen als CSU-Kreischef bestätigt

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Für die nächsten zwei Jahre der neu gewählte CSU-Kreisvorstand (v. Li.): Emanuel Staffler, Gabriele Dietrich, Kathrin Mair, Thomas Karmasin, Andreas Lohde, Monika Hösch, Dieter Rubenbauer, Ralf Bieniek.

Mammendorf – Landrat Thomas Karmasin, der seit 2009 an der Spitze des CSU-Kreisverbandes steht, wurde bei der Kreisvertreterversammlung mit einer überwältigenden Mehrheit von 96 Prozent wiedergewählt. Bei 177 abgegebenen Stimmen votierten 167 Delegierte für den einzigen Kandidaten und sieben gegen den 52-jährigen Brucker Landrat. Drei Wahlzettel waren ungültig. 177 der 197 geladenen Delegierten aus den 23 Ortsverbänden waren am 17. April zur Versammlung des CSU-Kreisverbandes im Mammendorfer Bürgerhaus erschienen.

Auch wenn der Verlust der Bürgermeistersessel in Bruck und Gröbenzell schmerze, so sprach Karmasin in seinem Aus- und Rückblick von zufriedenstellendem Abschneiden bei den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr. Er empfahl den Ortsverbänden aber die Wahlergebnisse zu analysieren, ansonsten würden sie in fünf Jahren ihr Wunder erleben. Als phänomenales Abschneiden bezeichnete Karmasin das Wahlergebnis von Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt und stellte die besondere Rolle der Wahlkreisabgeordneten in Berlin heraus. Dass die CSU im Bundestag als Teamplayer anerkannt werde, sei mit ein Verdienst von Gerda Hasselfeldt. Die Partei brauche eine klare Position und den Mut diese zu verteidigen. „Nennt das Eckige eckig und das Runde rund, dann ist der Staat in Ordnung“, zitierte Karmasin den chinesischen Philosophen Konfuzius. Stimmungen in der Bevölkerung müsse man hören und anhören und nicht die Sorge haben, in die „rechte Ecke gestellt zu werden“. 

 Staatsministerin Ilse Aigner  überreichte dem  wiedergewählten Kreis-Chef Karmasin einen Strauß Blumen.

Für das humanitäre Engagement in der Asylpolitik sei er allen ehrenamtlichen Helfern dankbar, aber auch die konsequente Rückführung abgelehnter Asylbewerber müsse man den Menschen klar machen können. „Wir können uns glücklich schätzen, einen Kreisvorstand wie Dich zu haben“, sagte Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet. „Du bist ein Freund der klaren Worte und der differenzierten Unterscheidung. Das haben die Wähler honoriert.“ Und Gerda Hasselfeldt, die Karmasin wieder zum Kreisvorsitzenden vorschlug, sagte: „Seit sechs Jahren wird der Kreisverband von Dir erfolgreich geführt. Es ist nicht selbstverständlich, neben dem Amt des Landrats auch noch den Kreisvorstand zu führen.“ 

Karmasin besitze einen klaren Kompass, arbeite auf allen politischen Ebenen hervorragend zusammen und sei dafür verantwortlich, dass ein gutes Vertrauensverhältnis herrsche. Mit mehr Weiblichkeit und einer weiteren Verjüngung setzte Karmasin seine vor zwei Jahren begonnene strategische Ausrichtung des Vorstands fort. Zwei Wechsel gab es bei den vier Stellvertretern Karmasins. Für die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (Olching) und Michael Klein (Moorenweis), die nicht mehr antraten, rückten Kathrin Mair (Türkenfeld) mit 152 Stimmen und Gabriele Dietrich (Egenhofen) mit 128 Stimmen nach. Dieter Rubenbauer (Puchheim) und Andreas Lohde (Fürstenfeldbruck) wurden mit 146 bzw. 142 Stimmen wiedergewählt. Komplettiert wird der CSU-Kreisvorstand von Schatzmeister Ralf Biniek (Adelshofen) mit 173 Stimmen und den beiden Schriftführern Monika Hösch (Eichenau) mit 172 Stimmen und Emanuel Staffler (Türkenfeld) mit 167 Stimmen.

 „Ich begrüße die stellvertretende Ministerpräsidentin und Bezirksvorsitzende“, kündigte Bocklet die während des Wahlvorgangs später zur Versammlung stoßende Staatsministerin Ilse Aigner an. Aigner gratulierte Karmasin mit den Worten, „diesmal machen wir es mal umgekehrt und die Dame überreicht dem Herren einen Blumenstrauß“ zu dem „sagenhaften Wahlergebnis, stellte die Verdienste der Mandatsträger heraus, lobte die Arbeit der 1.900 Mitglieder an der Basis, und ging im Eiltempo auf die kommunalpolitischen und bayerischen Brennpunkte ein. In den erweiterten Vorstand wurden als Beisitzer gewählt: Stefan Floerecke (Emmering), Benjamin Miskowitsch (Mammendorf), Hubert Ficker (Landsberied), Claudia Steber (Oberschweinbach), Christian Kemether (Maisach), Uta Lucht (Oberschweinbach), Bernadette Kiehl (Gröbenzell), Erich Heinz (Alling), Ramona Weiß (Puchheim), Harald Heitmeir (Germering), Maximilian Gigl (Olching), Andreas Spörl (Mittelstetten), Peter Kiser (Egenhofen), Hannes Haschka (Maisach). 

Dieter Metzler

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