Krise endlich beendet

Die neue TuS-Handball-Abteilung (von links): Bastian Wöller, Gerwig Wolf, Philipp Ruhwandl, Christa Wöller-Kiss, Michaela Raff, Michael Schneck und Florian Drechsler mit dem scheidenden Abteilungsleiter Robert Schall (4. v. re.). Foto: Metzler

Aufatmen bei den Handballern des TuS Fürstenfeldbruck: Die drohende Auflösung der Abteilung konnte abgewendet werden. Nach einer halben Stunde war die Wahl der neuen Abteilungsleitung unter Dach und Fach. Bei der außerordentlichen Versammlung, die in harmonischer Atmosphäre im Autohaus A.U.F. verlief, fand sich eine neue Abteilungsleitung.

Der neue Handball-Chef heißt Philipp Ruhwandl und löst den langjährigen Abteilungsleiter Robert Schall ab. Während Michaela Raff als Vize-Abteilungsleiter wiedergewählt wurde, trat der zweite Stellvertreter, Hans Raab, nicht mehr an. Seinen Posten übernahm Bastian Wöller. Raab stellt sich aber an der Seite von Robert Schall als Hallenverantwortlicher weiter in den Dienst der Abteilung. Als Schriftführerin fungiert weiterhin Christa Wöller-Kiss, die Kasse wird auch in Zukunft von Elke Raff geführt und zum Schiedsrichterwart wählten die 37 wahlberechtigten Mitglieder Florian Drechsler. Er löst den aus beruflichen Gründen nicht mehr angetretenen Mark Weidinger ab. Als Jugendleiter wurde Michael Schneck in seinem Amt ebenso bestätigt, wie Charlene Groß als Jugendleiterin und Gerwig Wolf als Technischer Leiter. Ausgelöst wurde die bisher größte Krise in der Handball-Abteilung des TuS Anfang 2011, als Abteilungsleiter Schall den Dauerstreit zwischen den beiden Trainern Martin Wild Klaus Schmid, die die Abteilung in zwei Lager spalteten, beendete, indem er Schmid den Stuhl vor die Tür stellte. Die Folge war, dass die erfolgreiche Nachwuchsarbeit letztlich zum Erliegen kam und der Verein nunmehr keine A- und B-Jugendmannschaft mehr hat. Die Krise spitzte sich weiter zu, als der 53-jährige Abteilungsleiter Robert Schall nach zehn Jahren im Amt, im vergangenen Jahr seinen Rückzug ankündigte und diesen bei der turnusmäßigen Abteilungsversammlung am 27. Juli auch wahr machte. Nachdem niemand die Abteilungsleitung übernehmen wollte, führte Schall die Abteilung in den vergangenen Monaten kommissarisch weiter und nutzte zugleich die Zeit, um eine neue schlagkräftige Führungsriege für die Handballer zu finden. Würde sich kein neuer Abteilungsleiter finden, so werde die Abteilung aufgelöst, hatte der Präsident des TuS Fürstenfeldbruck, Herbert Thoma, im Juli angedroht. Mit Philipp Ruhwandl, der sich im Juli noch nicht zu einer Kandidatur entschließen konnte, hat der scheidende Abteilungsleiter schließlich aber doch seinen Wunschkandidaten überzeugen können. „Ich musste mir erst einmal einen Überblick verschaffen hinsichtlich der Aufgaben, die da auf mich zukommen“, begründete Ruhwandl. Jetzt wolle er mit dazu beitragen, dass der gute Ruf, den die TuS-Handballer im süddeutschen Raum genießen, erhalten bleibt. Als eines der ersten Ziele gab Ruhwandl an, alle Jugendmannschaften wieder zu besetzen. Mittelfristig strebe er an, dass sich die Herrenmannschaft in der dritten Liga etabliere, so Ruhwandl. „Doch dazu müssen die Rahmenbedingungen auch stimmen“, sagte der neue Abtei-lungsleiter. „Wenn sich jeder mit dem Verein wieder identifiziert, dann macht es auch wieder Spaß“, meinte die wieder-gewählte Stellvertreterin Michaela Raff und freut sich auf die Arbeit in der Abteilung. Der neue zweite Stellvertreter, Bastian Wöller, dankte im Namen der Abteilung unter dem Beifall der anwesenden Mitglieder dem scheidenden Abteilungsleiter Robert Schall für sein zehnjähriges Wirken.

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