Krisen machen vor Wochenenden keinen Halt

Krisendienst Psychiatrie erweitert Rufbereitschaft am Wochenende von 8 bis 21 Uhr

Bezirkstagspräsident Josef Mederer mit Michael Weschehold in der Leitstelle des Krisendiensts Psychiatrie
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Bezirkstagspräsident Mederer (links) informierte sich beim Leiter der Leitstelle, Dr. Michael Weschehold, zu den Standorten der mobilen Einsatzteams in Oberbayern.

Landkreis – Der Krisendienst Psychiatrie baut in München und Oberbayern seine Hilfeangebote für Menschen in psychischen Notlagen aus.

Seit kurzem gelten für die mobilen aufsuchenden Teams neue Einsatzzeiten. Sie sind künftig an 365 Tagen im Jahr von 8 bis 21 Uhr im Einsatz. Bisher waren sie an Wochenenden und Feiertagen erst ab 13 Uhr unterwegs

„Dass die Einsatzteams jetzt täglich ab 8 Uhr in Rufbereitschaft sind, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Versorgung rund um die Uhr“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer jetzt bei einem Besuch der Leitstelle. An Wochenenden und Feiertagen sei die erweiterte Verfügbarkeit der mobilen aufsuchenden Dienste ein „deutlicher Mehrwert“ für Menschen in seelischen Krisen. Mederer: „Das Signal ist: Niemand muss eine Krise allein durchstehen. Der Krisendienst Psychiatrie steht allen Menschen in seelischen Krisen zur Seite – auch am Wochenende und Feiertagen, wenn Arztpraxen und Beratungsdienste geschlossen sind.

„Krisen machen auch vor Wochenenden und Feiertagen nicht halt.“

Michael Welschehold, Leiter der Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie

Der Leiter der Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie, Michael Welschehold, erklärte dazu: „Krisen machen auch vor Wochenenden und Feiertagen nicht halt.“ Deshalb sei es für die Betroffenen ebenso wie für die Mitarbeitenden der Leitstelle „sehr gut, dass jetzt auch vormittags Einsatzteams zur Verfügung stehen, um im Bedarfsfall schnellstmöglich persönliche, aufsuchende Hilfe anbieten zu können“. Der Krisendienst ist unter der Hotline 0180 655 3000 zu erreichen.

Zuhören und vermitteln

Die Leitstelle ist täglich rund um die Uhr erreichbar. Ihre Mitarbeitenden hören zu, fragen nach und suchen mit den anrufenden Menschen nach Wegen aus der Krise. Bei Bedarf vermittelt die Leitstelle persönliche Beratungstermine in den regionalen Sozialpsychiatrischen Diensten sowie ambulante und stationäre Behandlungsangebote. Mobile aufsuchende Einsatzteams unterstützen Menschen in schweren Notlagen mit Hausbesuchen.

Die Leitstelle erreichten 2019 fast 30.000 Anrufe – Tendenz steigend. Seit Beginn der Corona-Pandemie wenden sich durchschnittlich pro Tag bis zu rund 170 Menschen an den Krisendienst.

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