Der häusliche Besuchsdienst für kranke Kinder startet wieder durch

Die Kümmerfee ist zurück

Übernehmen ein besonderes Ehrenamt, die Germeringer Kümmerfeen
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Die Germeringer Kümmerfeen sind wieder im Einsatz.

Germering – „Wieder für sie da“, mit diesen Worten meldet sich die Kümmerfee aus der zwangsmäßigen Coronapause zurück. Ehrenamtliche Helferinnen kümmern sich im Zuge eines häuslichen Besuchsdienstes um erkrankte Kinder.

Durch die Coronapandemie, den Lockdown mit Schließung der Betreuungseinrichtungen für Kinder und die Hygienevorgaben konnte die Kümmerfee seit März keine häusliche Betreuung genesender Kinder durch ehrenamtlich tätige „Feen“ anbieten. 2019 war es noch schleppend mit 56 Einsätzen, im Frühjahr 2020 aber bereits mit 21 Fällen gut angelaufen. Der seit Corona fehlende Einsatz erschwert die Lage berufstätiger Eltern zusätzlich. „Deshalb liegt es uns sehr am Herzen, Eltern und Kindern in krankheitsbedingten Notsituationen, wieder helfen zu können“, sagt Kümmerfee-Gründerin Traudl Jaschul. Zunächst sollte der Impfstoff abgewartet werden, aufgrund der steigenden Nachfrage und eines eigens entwickelten Hygienekonzepts, welches zudem mit der Stadt Germering abgesprochen wurde, entschlossen sich die Feen nun dazu, ab sofort wieder einsatzbereit zu sein.

Die Krankheit des Kindes muss vorher vom Arzt abgeklärt sein

Zukünftig sei eine Vermittlung der ehrenamtlichen Helferinnen – rund sieben Damen – die überwiegend der Risikogruppe für eine Covid 19-Erkrankung angehören, nur für Kinder mit nicht ansteckenden oder eindeutig diagnostizierten Krankheiten möglich. „Für die Einsatzplanung sind wir auf eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit angewiesen: Eine Betreuung kann nur nach einem Arztbesuch zur Abklärung und Einschätzung des Krankheitsbildes vor der Bestellung des Einsatzes stattfinden und muss vom Erziehungsberechtigten bestätigt werden“, erklärt Jaschul.

Wichtig: Am Vortag anrufen

Genesende Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren aus Germering können flexibel drei bis acht Stunden Zuhause betreut werden. Der Bedarf wird am Vortag des Einsatzes über die Kümmerfee-Kontaktnummer, werktags von 8 bis 11 Uhr und auf der Mailbox, die auch Sonntagabend abgehört wird, angemeldet: 0151 51238029. „Eine gewisse Unsicherheit besteht am Anfang, wir müssen uns auch erst herantasten“, so Jaschul. Dennoch sehe sie das Konzept der Kümmerfee auch zu Corona-Zeiten als sehr wertvoll. „Es ist eine Win-Win-Situation für die Damen und die Familien“, erklärt sie. Eine kleine Aufwandsentschädigung und das Gefühl, eine gute Tat vollbracht zu haben auf der einen und die Hilfe und das Wissen, das Kind in guter Obhut zu haben, auf der anderen Seite, seien Antrieb genug. Zudem betont Jaschul, dass die Feen Masken tragen, weshalb die Einsätze auch nicht allzu lang sein dürfen. Weitere Infos zur Vermittlung sowie dem Hygienekonzept gibt es unter www.kuemmerfee.de.

Becker

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