Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck beschließt das Jahr 2010 mit Ausstellung - Bis 7. Januar

„Taekwondo“, Acryl, von Henriette Hense, Eichenau, aus 2010. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Es gehört zum künstlerischen Jahreszyklus, am Jahresende neue Eindrücke über die Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck zu gewinnen. Die Jahresausstellung „Im Quadrat“ in der Brucker Sparkasse macht 2010 eine Ausnahme vom Gewohnten, den beteiligten Mitgliedern die freie Auswahl gezeigter Werke zu überlassen. Sparkassenvorstand Dr. Peter Harwalik merkte in der Vernissage launig an „Sie können ganz sicher sein: Ja, es ist schon wieder Weihnachten!“ Und: Die lange und enge Verbindung der Sparkasse zur Künstlervereinigung sei nicht nur „auf das Räumliche“ beschränkt. Mit 26 Teilnehmern bot das gezeigte Ausstellungsspektrum zum kunsthistorisch beachtlichen „Quadrat“ eine respektable Präsentation.

Dr. Harwalik zum gestellten Thema: „Es ist genau dieser Aspekt der Ruhe, der beruhigten Formen. Mit diesem formalen Schwerpunkt passt es bestens in die nur angeblich stille Jahreszeit …“ Die ideenreiche, thematische Auseinandersetzung wurde durch Stephanie Gräfin von Hoyos, Vorsitzende der Künstlervereinigung, und Alex Trespi als freischaffender Künstler und Mitglied der KV in der Gäste-Begrüßung ergänzt. Aus der getroffenen Ausstellungsauswahl lassen sich - unvollständig - nur einige Beispiele näher beschreiben. Reiner Amann beweist mit seiner quadratischen „Wasserspiegelung in der Amper“ als analoge Fotografie eine verblüffende Annäherung an die konkrete Malerei. „Nacht“ von Petra Bergner als Kohlezeichnung ist ein Blickfänger in seiner Schlichtheit. Die Bronzeplastik „Kubatur“ von Helga Coning ist thematisch genauso beispielhaft wie die Bronze-Stahl-Lösung „Schach - Bühne des Lebens“ von Hansjürgen Vogel. Bettina Elsässer-Max wählte mit „Ätna“ ein farblich verschlungenes Motiv, das die vulkanische Bedrohung fast aufhebt. Gerhard Gerstberger griff auf seinen Acryl-Leinwand-Zyklus „Der deutsche Bürger“ von 1993 zurück und damit auf die Sujets ‚Osswessi I, XI und XIV“. In der Bewegung gelungen und voller Anspannung „Taekwondo“ in Acryl von Henriette Hense aus dem Jahre 2010. Stephan Juttner titelte seine Arbeit „Ohne Titel 2010“, obwohl der Schmerz eines kleinen Jungen soviel zu sagen gehabt hätte. Die Filzfotografie von Anton Kammerl ist in der KV eine Einzelerscheinung, aber eine gewöhnungsbedürftige Bereicherung des Angebots. So wie hier mit „TV-Schönheit“. Eine eigene Handschrift ist auch sichtbar von Renate Schmidt, Seefeld, mit „Zwei Schwestern“ in Acryl auf Leinwand. In der konkreten Kunst steuert Ingryda Suokaité das Schnurrelief „Diagonal-gelb-orange“ bei. Fast sarkastisch die Arbeit „Mitgliederversammlung“ aus hochgebranntem Steinzeug von Ulrike Spangenberg. In jedem Fall: Bemerkenswert.

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