Kunstaktion am Germeringer See

Einsame Kiefer bekommt Sonnenrad

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Der Bauhof hilft mit das Sonnenrad an der Kiefer zu befestigen.

Zum Tag des Waldes, der am 21. März stattfand, hat sich der Germeringer Kunstkreis ein ungewöhnliches Projekt ausgedacht. Die Kunstaktion Magic Forest beinhaltete die Installation eines Sonnenrads an einer Kiefer am Parsberg.

Germering - Nachdem der einen Tag vorausgegangene kalendarische Frühlingsanfang einer der kältesten seit der Wetteraufzeichnung war, freute sich der Kunstkreis Germering sehr darüber, dass sich der Himmel am Tag des Waldes zumindest für den Zeitraum der Kunstaktion aufheiterte und so nicht nur eine Sonne in luftiger Höhe zu sehen war. In etwa 14 Meter Höhe brachte ein eigens vom Bauhof organisierter Kran die geplante Installation in Form eines Sonnenrads an. Die einsame Kiefer, die bisher Wind, Wetter und auch Krankheiten trotzte, sticht den Wanderern rund um den Parsberg am Germeringer See direkt ins Auge. Im Spätsommer musste die Fläche rund um die Kiefer aufgrund einer Borkenkäferplage abgeholzt werden während weitere Fichten den schweren Stürmen zum Opfer fielen. Einsam auf weiter Flur ist die Kiefer nun der einzige Baum, der bereits vom Parkplatz aus zu sehen ist, nun auch mit gelbem Sonnenrad.

Kraft, Leben und Licht

„Die Sonne steht für Kraft, Leben und natürlich Licht“, sagt Vera Greif, die Initiatorin der Kunstaktion. Mit dem Anbringen des Kunstwerks soll der Blick der Besucher des Germeringer Naherholungsgebiets noch schneller auf diesen besonderen Baum, der neben Standhaftigkeit auch Geduld verkörpert, gelenkt werden. Es stecken viele Stunden Arbeit in der Entwicklung der Aktion. Neben den mehrfachen Besichtigungen der Örtlichkeiten, wurde besonders auf das verwendete Material, Wert gelegt. So wurden nur reine Naturmaterialien verwendet: die Stangen für den unteren Teil der Kiefer wurden im Wald gesammelt und das Sonnenrad besteht hauptsächlich aus robusten Bambusbesen.

Gemeinsam zum Ziel

„Wir haben vor allem darauf geachtet nichts zu beschädigen“, sagt Brigitte Storch, die neben Eva Maria Kränzlein, die künstlerische Leitung des Projekts übernommen hat und somit für die Gestaltung der Sonne zuständig war. So waren auch der enge Kontakt mit dem zuständigen Förster und natürlich dem Stadtpfarrer, auf dessen Grund sich die Kiefer befindet, sehr wichtig. Pfarrer Andreas Jaster ließ es sich auch nicht nehmen bei der weiteren Gestaltung der Stangen mitzuhelfen. Auch die Kinder des Waldkindergartens waren von der Aktion begeistert. Nicht nur der große Kran des Bauhofs faszinierte die Kleinen, die ähnlich wie die Kiefer jedem Wetter trotzen, sondern auch eine Drohne, die besondere Luftbildaufnahmen von der Kunstinstallation aufnahm.

Im Februar 2019 folgt eine Ausstellung

Nun wird gehofft, dass die Kiefer samt Kunstwerk lange bestehen bleibt und zu bewundern ist. Nachdem sich der Kunstkreis seit einem halben Jahr intensiv mit dem Thema Wald beschäftigte, folgt im Februar 2019 eine Ausstellung der Werke in der Germeringer Stadthalle.

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