Ausstellung "Tierisch" in der Alten Schule in Puchheim-Ort

Ameisen in Menschengestalt und braver Haflinger in Öl

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Unser Bild zeigt von links nach rechts: Die Vorsitzende des Puchheimer Kulturvereines, Elke Paulus, die beiden Künstlerinnen Christa Tucci und Monika Soika zusammen mit Kurt Wieser.

Puchheim – Zwei Künstlerinnen vom Puchheimer Kulturverein haben zur Ausstellung “Tierisch” in die Alte Schule nach Puchheim Ort eingeladen. Zur Vernissage war eine “muntere Schar von Tierfreunden” gekommen, die von Christa Tucci begrüßt wurde. Monika Soika konnte mit Bildern aus fast zehn Jahren “tierischem Schaffen” aufwarten.

 Es war ein gelungenes Experiment: Da reale Tierbilder von Monika Soika und dort im ersten Augenblick gewöhnungsbedürftige Keramikexoten von Christa Tucci. Dazu ein “Entertainer mit der besonderen Note”, namens Kurt Wieser, der die Ausstellung bei der Vernissage in gesungener Weise -sehr zur Freude der Besucher- humoristisch erfassbar gemacht hat. Zu jedem Werk wusste er “seinen Senf” mit Gitarrenbegleitung dazu zu geben. So zum Beispiel im Song vom Eisbär mit dem Text: “Als dann aus Puchheim eine kam, die zum Modell in nahm, als Akt im weißen Fell mittendrin. So wurde er ganz zahm, weil er auf die Leinwand kam und kurz darauf in der alten Schule hing”. Wenn man so will, war Kurt Wieser mit seiner Reimkunst die “dritte Dimension” dieser tierischen Ausstellung.

Dazwischen die Werke mit Bezeichnungen wie Schnattergans, Grünschnabel, Affenfrau, etc. aber auch ganz real: Schwan, Eisbärenfamilie, Haflinger, etc. Für Monika Soika ist es wichtig, ihre Freude an den Tieren auf der Leinwand auszudrücken. Mit ihren Werken hat sie im Laufe der Zeit eine ganz spezielle Tierfamilie geschaffen, die für die aktuelle Präsentation mit einem Löwen erweitert wurde. Dieser hat erst kürzlich “in Acryl das Licht der Welt erblickt”, während der brave Haflinger als Zugtier -in einer früheren Schaffensphase der Künstlerin- noch in Öl auf der Leinwand “zum Leben erweckt wurde”. Das künstlerische Ziel von Christa Tucci ist es, mit ihren abstrakten Keramikarbeiten auf die Vermenschlichung der Tiere aufmerksam zu machen. Man muss sich deshalb nicht wundern, wenn bei ihrer Katze plötzlich menschliche Füße hervorschauen oder Ameisen Menschengestalt annehmen. Eine Tatsache, die ganz schnell eine Besucherin überzeugt hat: Die armlose Schnattergans mit dem Titel “sexy” wechselte noch am Abend die Besitzerin.

Georg Johannes Miller

 

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