Ausleihbetrieb mit Hygienemaßnahmen

Kunstminister Bernd Sibler besucht Stadtbibliothek Aumühle und vertröstet auf nächste Woche

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Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht, Bibliotheksreferentin Irene Weinberg, MdL Gabriele Triebel (Grüne) Staatsminister Bernd Sibler (CSU) und OB Erich Raff (CSU) (von links).

Fürstenfeldbruck – Seit einer Woche hat die Stadtbibliothek in der Aumühle wieder geöffnet. Gestern Nachmittag stattete Bernd Sibler, Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, dem historischen Gebäude einen Besuch ab, um sich darüber zu informieren, wie der Ausleihbetrieb unter den gegebenen Abstands- und Hygienemaßnahmen abläuft.

Oberbürgermeister Erich Raff und die Leiterin der Bibliothek, Diana Rupprecht, begrüßten den Wissenschaftsminister vor dem Gebäude zu einem ersten kurzen Gespräch. Mit dabei waren die Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel (Grüne) und die neue Bibliotheksreferentin der Stadt, Irene Weinberg (BBV). „Die Bibliothek ist noch eines unserer Vorzeigeobjekte, auf das wir richtig stolz sind“, sagte Raff eingangs und lobte Rupprecht für ihr Engagement. „Sie managt die Bibliothek mit viel Herzblut und hat auch schon einige Auszeichnungen erhalten.“

"Ein Stück kulturelles Leben"

Er sei sehr froh, dass in der vergangenen Woche mit den Öffnungen der Bibliotheken begonnen werden konnte, sagte Sibler. „Das war mir doch ein großes Anliegen.“ Und wenn die Kinder schon zu Hause sein müssen, dann sei es doch ganz gut, wenn wir sie in öffentlichen Büchereien versorgen können und ihnen Literatur bereitstellen können, um im Rahmen des Hygienekonzepts auch wieder ein Stück kulturelles Leben erleben können. „Dritte Orte“, habe ich gelernt, sind die Büchereien“, meinte Sibler, „gesellschaftlicher Mittelpunkt, weit übers Lesen hinaus.“

„Besonders vorbildlich finde ich, dass die Stadt eine eigne Beauftragte für die Bibliothek hat“, sagt Sibler in Richtung OB Raff. Das sei nicht selbstverständlich, da sei Bruck eine lobenswerte Ausnahme. Zudem lobte Sibler die zentrale Lage der Stadtbibliothek mit ihren vor der Haustür gelegenen Parkplätzen.

Gute Ausleihzahlen aber das Leben fehlt

Die Ausleihzahlen seit der Wiedereröffnung seien stark anstiegen, erzählte Rupprecht. Auch die Rückgaben befinden sich auf einem guten Niveau. Aber dennoch sei der derzeitige Eindruck extrem schlecht, meinte die Bibliotheksleiterin. Es liege sehr viel brach. Die Leute kämen nur kurz zum Ausleihen rein und gehen gleich wieder. „Die ganzen Arbeitsplätze fallen derzeit weg, die Internetplätze, das Lesecafé, die Schulklassen und die Kindergartengruppen“, so Rupprecht. „Das Leben in der Bibliothek fehlt einfach.“

Sibler vertröstet auf Entscheidungen nächster Woche

Auch wenn das Kerngeschäft funktioniere, „gefühlt, fällt es uns allen aber noch schwer“, meint Rupprecht und Staatsminister Sibler tröstete, „es sind derzeit alles noch Kompromisse.“ Er warnte aber auch davor, zu schnell wieder in die Normalität zurückzukehren. Zu der Frage von Rupprecht, ob in der kommenden Woche das Lesecafé wieder öffnen dürfe, weil die Restaurants bekanntlich ihren Innenbetrieb aufnehmen dürfen, vertröstete Sibler die Bibliotheksleiterin auf die kommende Woche, wenn darüber entschieden wird, wie es mit der Kunst und Kultur weitergeht.

Metzler

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