Dem Ruf des Landesbischofs gefolgt - Pfarrer Glufke verabschiedete sich von der Pfarrei in Emmering

Pfarrer Rüdiger Glufke war zwar erst knapp 2 1⁄2 Jahre als Seelsorger in der evang. Versöhnungskirche und im Schuldienst an der Emmeringer Schule sowie der Brucker Philipp-Weiß-Schule tätig. Dennoch geriet seine offizielle Verabschiedung zu einem vielstimmigen Chor aus dankbaren Stimmen - und Kommentaren des Bedauerns.

Der Geistliche, auch im Studienfach Musik zu Hause, hatte die halbe Pfarrstelle in Emmering mit Wirkung vom 1. März 200ß7 als Pfarrer z.A. vom Pfarrvikariat der Erlöserkirche FFB in Emmering übernommen und mit seinen Ideen, mit Jugendlichkeit und beschwingter Gemeindearbeit ausgestattet. Zum 31. März 2009 erlangte er die Bewerbungsfähigkeit in der Landeskirche und damit den Status der Übernahme als Pfarrer auf Lebenszeit. Das familiäre Glück mit Ehefrau Elisa komplettierte Tochter Jemima, die im Januar 2008 geboren wurde. Jemima war im Jahr 2008 zusammen mit ihren Eltern und Gemeindemitgliedern auf der Pilgerreise ins Heilige Land dabei, wo die Gruppe aus Emmering von dem ehemaligen Botschafter Israels in Deutschland, Avi Primor, empfangen wurde. Pfarrer Glufke hatte den früheren Diplomaten während seines einjährigen Studienaufenthaltes in Jerusalem kennengelernt. Wie sehr Glufke bei jung und alt ankam, bewies jetzt die dicht gefüllte Versöhnungskirche zum Erntedankfest. Aber auch die anschließende Programmfülle zum persönlichen Abschied im Bürgerhaus sprach Bände: Gestaltet von Kindergarten- und Schulkindern ebenso wie vom Mini-Gottesdienst-Team, vom Männerchor M.G.V. Emmering oder den vielen Helfern im kirchlichen und außerkirchlichen Miteinander. Dekan Karl-Heinz Wendel fasste es vor seinem segnenden Handauflegen präzise zusammen: „Doch wir sind dankbar, dass wir Sie haben durften.“ Mit dem Dekan kamen zahlreiche Amtsbrüder zu diesem bewegenden Gottesdienst. Rüdiger Glufke fragte indessen konkret: „Wie geht es weiter? Wann bekommen wir hier einen neuen Pfarrer? Oder ist es dieses Mal erstmals eine Frau?“ Karl-Heinz Wendel hierzu: „In der Regel entsteht eine längere Vakanz. Wir hoffen, dass wir die Pfarrstelle wieder zum 1. März 2010 besetzen können.“ Der Dekan wird sich bis dahin mit Pfarrer Willam-Singer die Vertretung teilen. In seinem biblischen Predigt-Gleichnis vom Korn-Anbauer aus rastloser Sammelleidenschaft brachte es Rüdiger Glufke auf den auch heute fehlenden Punkt: „Ohne Seele ist das immer schiefgegangen. Selbst in der Bibel, selbst bei Abraham und noch anderen …“ Pfarrer Glufke wurde mit dem 1. Oktober 2009 als persönlicher Referent von Landesbischof Friedrich nach München berufen. Karl-Heinz Wendel zitierte dazu den Lieblingsvers des jetzt Verabschiedeten aus dem Römerbrief, Kapitel 8, Vers 28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ Mit seiner - noch - kleinen Familie will Glufke aber in Emmering wohnen bleiben. Die Emmeringer brauchen also keine Sorge zu haben, dass man sich aus den Augen verliert.

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