Steigendes Infektionsgeschehen im Landkreis

Landkreis Fürstenfeldbruck erlässt Allgemeinverfügung: Schulen und Kindertagesstätten betroffen

Schüler sitzen mit Maske im Unterricht
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Schüler ab der fünften Klasse müssen ab Montag wieder eine Maske tragen.

Fürstenfeldbruck - Nachdem in den vergangenen Tagen das Corona-Infektionsgeschehen laut dem Gesundheitsamt im Landkreis spürbar zugenommen habe und der „7-Tage-Inzidenz“-Wert am 24. September laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 31,46 lag (Frühwarnwert liegt bei 35), hat das Landratsamt in Fürstenfeldbruck entschieden, eine Allgemeinverfügung zu erlassen. Diese tritt am kommenden Montag, 28. September in Kraft. Betroffen von der Verfügung sind Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.

Das Gesundheitsamt Fürstenfeldbruck erwartet aufgrund der Entwicklung der letzten Tage, dass der offizielle Berechnungswert durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) den Vorwarnwert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) bis Montag erreichen beziehungsweise übersteigen wird. Die 7-Tage-Inzidenz bildet die Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner ab.

Warum tritt die Allgemeinverfügung in Kraft?

Die getroffenen Maßnahmen entsprechen dem vom Bayerischen Kultusministerium in Abstimmung mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium entwickelten „Drei-Stufen-Plan“. Dieser Stufenplan orientiert sich am Infektionsgeschehen im jeweiligen Kreis (Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner) und empfiehlt ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 35 bis unter 50 pro 100.000 Einwohner die Ausrufung von Stufe 2. Die Entscheidung, welche Stufe gilt und welche Maßnahmen notwendig sind, trifft das örtliche Gesundheitsamt

Welche Maßnahmen gelten am Montag an den weiterführenden Schulen?

Ab Montag, 28. September gilt an allen weiterführenden und beruflichen Schulen eine Maskenpflicht auch im Unterricht ab Jahrgangsstufe 5. Dies bedeutet, dass Schüler auch an ihrem Sitzplatz im Klassenzimmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist.

Eine Ausnahme gilt nur für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 an Grund- und Förderschulen: Dort gilt keine Maskenpflicht am Sitzplatz im Klassenzimmer.

Was gilt in Kindertageseinrichungen?

In den Kindertageseinrichtungen gilt weiter Regelbetrieb, alle Kinder können die Einrichtungen besuchen. Soweit in Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umgesetzt wurden, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden. Dies dient der besseren Nachverfolgbarkeit im Falle eines Ausbruchsgeschehens. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. 

Sollte wider Erwarten der offizielle Inzidenzwert über das Wochenende nicht überschritten werden, so sind die Maßnahmen als adaptierte infektionshygienische Maßnahmen bei einem verstärktem nachweisbaren Infektionsgeschehen im Schul- und Kitabereich zu sehen, bei insgesamt steigenden Infektionszahlen im Landkreis Fürstenfeldbruck. Das Infektionsgeschehen im Landkreis findet nach dem Ferienende neben den Reiserückkehrern auch vermehrt bei Kindern, die Schulen und Kitas besuchen statt. In insgesamt sieben Schulen und drei Kindertageseinrichtungen waren daher in den letzten Wochen Klassen und Gruppen zu schließen und entsprechende Quarantänen anzuordnen.

Können weitere Maßnahmen beschlossen werden?

Ob weitere die Allgemeinbevölkerung betreffende Maßnahmen notwendig sein werden, wird die Entwicklung der Infektionszahlen in den kommenden Tagen zeigen. Derzeit bleiben die Maßnahmen auf Schulen und Einrichtungen der Kindertageseinrichtungen beschränkt.

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