Zum Olympiaattentat 1972

Gedenken am Ort des Geschehens

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Die vom Gröbenzeller Bildhauer Hannes L. Götz geschaffene Gedenkstätte
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Der Bildhauer Götz verteilt an junge Israelis eine Information über die Geschichte der Gedenkstätte
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Die zur Gedenkstätte dazugehörende Tafel, die an das tragische Ereignis erinnert
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Der Gröbenzeller Bildhauer Götz und die Präsidenten der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch
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Landtagsabgeordneter Thomas Goppel, OB Erich Raff, Brigadegeneral Michael Traut und Charlotte Knobloch
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Landrat Thomas Karmasin im Gespräch mit Sandra Simovich, der Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland
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Brucks OB Erich Raff und der Standortälteste des Fliegerhorstes sowie Kommandeur der Offizierschule, Brigadegeneral Michael Traut im Gespräch
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Die „Geistlichkeit“ (v. li.) Rabbiner Tom Kucera, der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Schalom, Pastoralreferent Johannes Sporrer, Katholisches Dekanat FFB und Dekan Stefan Reimers, Ev. Dekanat FFB

Fürstenfeldbruck – Der Überfall auf die israelische Mannschaft durch palästinensische Terroristen während der Olympischen Spiele 1972 in München jährt sich heuer am 5. September zum 45. Mal. Bei dem Befreiungsversuch auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck starben neun Israelis und ein Polizist. Der Landkreis gedachte auch in diesem Jahr den Opfern und deren Angehörigen sowie den Überlebenden des Attentats an der Gedenkstätte vor der Hauptwache des Brucker Fliegerhorstes.

Erstmals fand die Veranstaltung unter strengen Sicherheitskontrollen statt, da sich einige Angehörige der Opfer aus Israel zu der Feierstunde angesagt hatten, die auf Einladung des Freistaates auch einen Tag später an der Eröffnung des neuen „Erinnerungsortes Olympia-Attentat von 1972“ am Kolehmainenweg im Olympiapark in München teilnehmen. Zu der anderthalbstündigen Gedenkfeier konnte Landrat Thomas Karmasin neben Kultusminister Ludwig Spaenle, die Präsidentin der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch sowie die Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland, Sandra Simovich, und Generalkonsul Tibor Shalev- Schlosser, der zugleich als Dolmetscher aushalf, begrüßen.

Die Bevölkerung zeigte kaum Interesse

An der Gedenkfeier nahmen darüber hinaus zahlreiche Vertreter des politischen Lebens aus dem Landkreis, eine Abordnung der Bundeswehr und Polizei sowie zahlreiche Vertreter der Vereine teil. Die Bevölkerung zeigte wenig Interesse an der Gedenkveranstaltung, die mit Gebeten des Rabbiners Tom Kucera, Dekan Stefan Reimers und Pastoralreferent Johannes Sporrer sowie nach jüdischem Brauch mit dem Ablegen von Steinen an der vom Gröbenzeller Bildhauer Hannes Götz geschaffenen Gedenkstätte endete. Landrat Karmasin, der in seiner Ansprache auch die Namen der zwölf Opfer vorlas, meinte, Gedenkstätten haben für ihn die größte Wirkung am authentischen Ort des Geschehens. So erinnerte er daran, dass der Landkreis nach Abzug der Bundeswehr am Alten Tower einen Erinnerungsort entstehen lassen möchte. Im Herbst werde sich daher das 2013 einberufene Forum „Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck“ weiter mit der Gestaltung des Erinnerungsortes beschäftigen. Der Landkreis nehme seit vielen Jahren mit der Gedenkfeier eine Aufgabe von internationaler Dimension wahr, betonte Spaenle. 

Gedenkstätte in München wird am 6. September eröffnet

Die Gedenkstätte in München, die am 6. September eröffnet werde und der Erinnerungsort in Bruck seien für die Erinnerungsarbeit an die Opfer dieses terroristischen Anschlags wichtig. „Das Attentat war nicht nur ein Anschlag auf Israel, auf Juden – es war auch ein Anschlag auf uns alle, die olympische Idee, die Vision von Freiheit und Frieden für alle Menschen“, sagte Knobloch. Sie forderte ein Verbot der PFLD – „Volksfront für die Befreiung Palästinas“, die ein Wahlbündnis mit der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) bildet. Sie forderte, dass sich die Politik und Gesellschaft noch mehr für die Demokratie, Freiheit und den Rechtsstaat einsetzt. 

Dieter Metzler

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