Ab sofort gibt es einen Ernährungsrat

Regionales Essen – gut, sauber und fair

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Rund 70 Besucher verfolgten die Sitzung im großen Sitzungssaal des Landratsamtes

Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren? Eine wichtige Frage, die man nicht dem Zufall überlassen sollte. Aus diesem Grund gründete der Landkreis einen Ernährungsrat. Am Montag, 5. Februar, luden die Ratsmitglieder in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein, um das, was auf der ersten Regionalkonferenz im April 2016 beschlossen wurde, zu konkretisieren.

Fürstenfeldbruck - Ernährungsräte werden in ganz Deutschland gebildet, größtenteils jedoch in Städten wie unter anderem in Berlin, Köln, Oldenburg, Dresden und München. Nun haben sich im Landkreis Fürstenfeldbruck viele Initiativen der Zivilgesellschaft zusammengefunden, um sich für eine nachhaltige, gerechte und ökologische Ernährungsstrategie für den Landkreis Fürstenfeldbruck einzusetzen.

Die vier Säulen für eine bessere Ernährung

Gründungsversammlung Ernährungsrat im Landkreis Fürstenfeldbruck am 5. Februar.

Ein Film zum Projekt „nascent“, in dem anschaulich erklärt wird, worum es im Projekt geht und welche Themen bearbeitet werden, eröffnete den Abend und stellte gleichzeitig die Praxispartner Kartoffelkombinat, Brucker Land und Mundraub mit den jeweiligen Projekten vor. Im Anschluss daran dankte Marianne Heidner, Stellvertreterin und Bereichsleiterin Landwirtschaft des Amtes für Ernährung und Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck (AELF) allen Beteiligten für ihr Engagement und erklärte, in welche vier Bereiche sich der Ernährungsrat gliedert: „Die erste Säule ist die Ernährungsbildung. Darunter fallen gesundheitsfördernde und nachhaltige Entscheidungen.“ Weitere Bereiche sind „Ökologsche und faire Erzeugung und Vermarktung“, „Zukunftsfähige und umweltgerechte Planung“ sowie „Ernährungshandwerk, Gastronomie und Bildung“. 

Lebensmittelversorgung stärker in die Region bringen

Richard Bartels von „Slow Food“ ergriff anschließend das Wort: „Unser Essen soll die Kriterien gut, sauber und fair erfüllen. Der Ernährungsrat ist eine attraktive Sache, um dies zu verwirklichen.“ Die Teilnehmer des Rates sind unter anderem aus der Zivilgesellschaft, Landwirtschaft, Handwerk, Politik und Konsumenten. Die Ziele sind, die Lebensmittelversorgung stärker in die Region zu bringen, um die Wertschöpfungskette im Ernährungsbereich zu regionalisieren. 

Mitglieder hoffen auf personelle und finanzielle Unterstützung

Die Regionalvermarktung „Brucker Land“ machte hierfür bereits einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung. Ebenso stellen kommunale Stellschrauben, beispielsweise bei der Ernährung in Kindertagesstätten, Schulen sowie Pflege- und Altersheimen ein Ziel dar. „Warum sind wir heute hier?“, führte Bartels den Vortrag weiter aus. „Wir möchten Sie für unsere Ideen begeistern und gemeinsam das Ergebnis der Regionalkonferenz 2016 in die Praxis umsetzen.“ Zudem benötige der Ernährungsrat Unterstützung bei der Kommunikation und wünscht sich, dass das gebündelte Wissen Eingang in entsprechende Gremien im Landkreis findet. Die Mitglieder hoffen ebenso auf personelle und finanzielle Unterstützung zur Koordination und Verstetigung der Arbeit des Ernährungsrates. Nach der Vorstellung des Ernährungsrates teilten sich alle Anwesenden in vier Gruppen auf, um die einzelnen Säulen des Rates zu vertiefen.

Ramona Heisler

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