Prämierte Schulen: Gymnasium Olching und Pestalozzi-Schule räumen ab

Außerordentliche Projekte

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Preisträger: Die stellvertretende Landrätin Martin Drechlser (5. v. l.) verlieh den ersten Preis für ihre außerordentlichen Schulprojekte an die Schüler der Pestalozzi-Schule und des Gymnasiums Olching.

Landkreis – Hilfe für Flüchtlinge, Kunstprojekte oder ein Mülleimer, der sich bedankt, wenn man Abfall hinein wirft – 13 Schulen im Landkreis Fürstenfeldbruck haben sich heuer wieder mit Themen beschäftigt, die über den bloßen Lehrplan hinausgehen. Dafür wurden sie nun vom Landkreis prämiert.

Seit 1998 belohnt der Landkreis Fürstenfeldbruck Schüler, die sich in außerordentlichen Projekten engagieren. Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld wurden auch heuer wieder ausgelobt. Bruck ist damit der einzige Landkreis mit einem derartigen Prämienprogramm. Den ersten Preis mit jeweils 1500 Euro Prämie räumten heuer gleich zwei Schulen ab: Das Gymnasium Olching und die Pestalozzi-Schule Fürstenfeldbruck. Die Olchinger Schüler haben im Rahmen ihre P-Seminars „Ankommen – Willkommen – Zusammenkommen“ ein Drei-Säulen- Konzept zur Integration von Flüchtlingen entwickelt. 

Gemeinsam mit den Lehrern Ute Schmid-Prior, Thomas Borstorff und Oliver Schuppach nahmen die Gymnasiasten Kontakt mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen Kontakt auf und organisierten zahlreiche gemeinsame Aktionen. Im Rahmen des Projekts wurden Kleiderspenden und Weihnachtsgeschenke gesammelt. Schüler und Lehrer gaben darüber hinaus den Flüchtlingen Deutschunterricht und vermittelten grundlegende Mathematik- Kenntnisse. 

Die Pestalozzi- Schüler riefen zusammen mit Lehrerin Flora Köhler-Leupolt das Projekt „Talente“ ins Leben – ein Tauschsystem, bei dem Schüler für besondere Leistungen Stempel sammeln können. Die Leistungen beziehen sich aber nicht auf den Unterricht, sondern auf Arbeiten wie Sekretariatshilfe, Tröster oder das Säubern des Pausenhofs.

Als Belohnung für eine bestimmte Zahl gesammelter Geschenke dürfen die Schüler an besonderen Aktionen teilnehmen, zum Beispiel an einem Reittag oder an einem Tanzkurs. Aber auch die restlichen elf Schulen gingen nicht leer aus. 

Der zweite Preis mit je 900 Euro Prämie ging an die Ferdinand-von-Miller-Realschule in Bruck, das Max-Born-Gymnasium in Germering und die Realschule in Puchheim. 

Über Platz drei und je 600 Euro durften sich die Eugen-Pabst-Schule Germering, die Orlandi-di-Lasso- Realschule Maisach, das Brucker Viscardi Gymnasium, das Gymnasium Gröbenzell, die Berufsschule Fürstenfeldbruck und das Graf-Rasso-Gymnasium in Bruck freuen. Der vierten Platz und je 350 Euro Prämie teilten sich die Realschule Unterpfaffenhofen und die FOS/BOS Fürstenfeldbruck. 

Für Erheiterung bei der Preisvergabe sorgte die Idee der Technik- AG der FOS/BOS. Die hatte einen sprechenden Mülleimer entworfen. Der bedankt sich artig, wenn man ihn mit Abfall „füttert“. Die Schüler hatten für ihre Erfindung sogar ein Marketingkonzept entwickelt. Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler, die die Jury mit Schulreferent Chrstian Stangl und den Kreisräten Waltraut Wellenstein, Max Keil und Stefan Floerecke leitete, zeigte sich bei der Preisvergabe im Olchinger Gymnasium von den Arbeiten aller Schulen beeindruckt: „Sie haben es der Jury nicht leicht gemacht.“ Die Vize-Landrätin lobte das hohe Engagement der Schüler, aber auch der Lehrer. 

Andreas Daschner

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