SPD Plakate beschädigt

Wahl-Plakate beschmiert

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Die meisten beschmierten Plakate betrafen den SPD-Bundestagskandidaten Michael Schrodi.

Mehrere Wahlplakate, vor allem die von SPD-Kandidat Michael Schrodi, wurden in Gröbenzell sowie in Eichenau mit schwarzer Farbe beschmiert. Die Partei hat bei der Polizei bereits Anzeige erstattet.

Landkreis – Die neu aufgestellten Plakate einiger Parteien wurden in Gröbenzell am Wochenende vor Maria Himmelfahrt mit schwarzer Sprayfarbe verunstaltet. Am stärksten betroffen waren die Kopfbilder von Michael Schrodi, dem Kandidaten der SPD. Insgesamt mindestens 18 Plakate wurden in der Wildmoos- und Freyastraße zerstört. Am Mittwoch wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Gröbenzeller Polizeiinspektion erstattet. Am Mittwochabend waren die meisten Plakate mit neuen überklebt. Auch diese waren am Freitag morgens schon wieder beschmiert. Es entstand ein Sachschaden von etwa 100 Euro. Zeugen werden nun gebeten sich unter Telefon 08142 5952-0 bei der Polizeiinspektion Gröbenzell zu melden.

"Etwa 20 Plakate beschädigt oder entfernt"

Der Ortsverein der SPD in Eichenau hat ebenfalls bei der Polizei in Olching Anzeige erstattet. Grund: Vom 16. bis 19. August wurden etwa 20 Wahlplakate der SPD an der Roggensteiner Allee, am Sportzentrum, am Hauptplatz, an der Hauptstraße sowie am Bahnhof beschädigt oder entfernt. Teilweise wurden die Plakatständer in den Starzelbach geworfen, die von Bauhofmitarbeitern sichergestellt wurden. Die Polizei Olching hat die Ermittlungen aufgenommen. Sachdienliche Hinweise werden erbeten an die Polizeiinspektion Olching, Telefon 08142 293-0.

Auch Anschlagtafel der Gemeinde beschädigt

Zudem gibt Peter Falk, Finanzreferent des Gröbenzeller Gemeinderats sowie Vorsitzender SPD-Gemeinderatsfraktion, bekannt, dass in der Nacht vom 19. auf 20. August die gemeindliche Anschlagtafel Ecke Auenstrasse/Schubertstrasse mit dem Schriftzug „Lügenpresse? Nein Danke! pi-news.net“ beschmiert wurde. „Diese im gemeindlichen Eigentum befindliche öffentliche Anschlagtafel dient dem Nutzen unserer Vereine, Kirchengemeinden und Organisationen, so dass es sich um einen Erschwerungstatbestand der Sachbeschädigungskriminalität handelt“, kommentiert Falk.

Verdacht auf Identitäre Bewegung

Seit etwa drei Wochen prange außerdem am S-Bahnabgang der nördlichen Fahrradständer der Schriftzug „Fuck ISLAM“, weiter die Schmierschrift „YOUTUBE: Martin Sellner“. In Bezug auf die beschmierten Plakate sagt Falk: „Michael Schrodi, hat sich seit vielen Jahren in besonderer Weise in Gröbenzell für die Bekämpfung rechtsextremistischer Hetze eingesetzt.“ Somit geht er von den selben Tätern aus. „Machart und inhaltlicher Aufruf dieser Sachbeschädigungen lassen den Rückschluss auf einen Täterkreis aus oder im Umfeld der Identitäre Bewegung zu“, glaubt Falk.

pi./red.

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