Sechs neue Beschäftigte

Landratsamt baut Team zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung aus

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Die alten Mitarbeiter des Kontaktpersonen-Nachverfolgung-Teams begrüßen die neuen.

Fürstenfeldbruck – Das Brucker Landratsamt baut das Team für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen weiter aus.

Die Einheit ermittelt Personen, die sich durch den engen Kontakt mit Corona-Infizierten möglicherweise ebenfalls mit dem Virus angesteckt haben. Zum 1. August wurden dafür sechs neue Mitarbeiter eingestellt, weitere neun Beschäftigte sollen folgen.

Kernelement zur Eindämmung der Pandemie

Die neuen Mitarbeiter ermitteln die sogenannten. „Kontaktpersonen der Kategorie 1“ (KP 1) von positiv auf das SARS-Cov-2-Virus getesteten Personen im Landkreis. Die Kontaktpersonen-Nachverfolgung ist ein Kernelement der Bayerischen Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Bayernweit kümmern sich darum sogenannte „Contact-Tracing-Teams “ (CTT). Ein CTT unterstützt die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, die Kontakte von positiv auf das SARS-Cov-2-Virus getesteten Personen nachzuvollziehen, enge Kontaktpersonen zu identifizieren, diese zu isolieren sowie während der Zeit der häuslichen Absonderung zu begleiten.

Zu Beginn der Pandemie erfolgte die Nachverfolgung der Infektionsketten durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Da dies aufgrund der rapide steigenden Infektionszahlen bald nicht mehr möglich war, wurde das schon seit Ende Januar mit der Corona-Krise befasste Stammpersonal des Gesundheitsamts zunächst durch Mitarbeiter des Landratsamtes bei der Ermittlung unterstützt.

Altes Team mit Mitarbeiter von anderen Ämtern

Mitte April wurde entschieden, dass das Kontaktpersonen-Management fortan nach Vorbild des Landkreises München-Land im dezentralen System unter Einbindung der Kommunen erfolgen soll. Zeitgleich kam auch die Ankündigung der bayerischen Staatsregierung, dass die Kommunen und Landratsämter fortan durch Beschäftige der Verwaltung des Freistaats unterstützt werden. Am 27. April starteten die Städte und Gemeinden im Landkreis die Kontaktpersonen-Nachverfolgung mit 20 kommunalen Mitarbeitern, die vor Ort unterstützt wurden durch 22 Anwärter der Bayerischen Finanzverwaltung sowie durch zwei Referendarinnen aus der Bauverwaltung des Freistaats. Mittlerweile wurde für das CTT ein neuer Sachbereich am Landratsamt eingerichtet, durch den die Kontaktpersonennachverfolgung zentral und in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erfolgt.

Pro Anruf bis zu 20 Minuten

Seit dem 27. April wurden insgesamt 497 Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermittelt. Dies geschieht durch telefonische Kontaktaufnahme mit den Covid-19-Infizierten sowie deren möglichen Kontaktpersonen. Durchschnittlich benötigt das CTT pro Anruf etwa 15 bis 20 Minuten – ganz unabhängig davon, ob es sich schlussendlich um eine KP1 handelt oder nicht. Ziel ist es, die engen Kontakte eines Infizierten schnellstmöglich zu ermitteln und gegebenenfalls die häusliche Absonderung anzuordnen, sodass die Verbreitung des Virus erfolgreich eingedämmt wird. Der Anspruch ist es, innerhalb von 24 Stunden alle KP1 zu ermitteln und häuslich abzusondern. Dass die täglichen Infektionszahlen im Landkreis zurückgehen, ist also auch dem Einsatz der CTTs zu verdanken.

Längerfristige Lösung mit gesondertem Team

Nachdem die Mitarbeiter der Kommunen, die Anwärter sowie die Referendarinnen in den vergangenen drei Monaten das Contact-Tracing-Team bildeten, steht nun der Übergang zu einer längerfristigen Lösung an und das Landratsamt übernimmt diese Aufgabe. Durch die Regierung von Oberbayern werden für das Landratsamt insgesamt 15 vorerst bis 30. Juni 2021 befristete Stellen zur Verfügung gestellt. Je nach Verlauf der Pandemie besteht die Option der Verlängerung der Befristung bis zum 31. Dezember 2021. Nachdem die ersten sechs Mitarbeiter am 1. August ihren Dienst im Landratsamt angetreten haben, können die Anwärter der Finanzverwaltung sowie die beiden Referendarinnen der Bauverwaltung nach der Einarbeitungsphase der neuen Kollegen wieder in ihre Ausbildung zurückkehren.

Weitere Mitarbeiter werden gesucht

Bisher konnten für das neue CTT-Team insgesamt zehn Mitarbeiterinnen gewonnen werden, die bis zum September diesen Jahres ihre Arbeitsstelle im Landratsamt antreten werden. Das Landratsamt ist daran interessiert, die noch offenen Stellen zu besetzen. Für die Stellen ist keine Vorbildung notwendig. Initiativbewerbungen sind über das digitale Bewerberportal des Landratsamtes möglich. 

red

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