Streuwiesentag des Landschaftspflegeverbandes

Lebensraum mit seinem Artenpotenzial richtig nutzen und pflegen

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Aufgrund der Kampagne ,,Bayerns UrEinwohner“, führte der Ortsverband Fürstenfeldbruck des Landschaftspflegeverbandes (lpv-ffb) gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege und den bayerischen Landschaftspflegeverbänden am 21. September einen Streuwiesentag im Ampermoos am Eichbühl durch.

Türkenfeld – "Bayerns UrEinwohner“ sind ausgewählte Tiere und Pflanzen, die in den verschiedenen Landschaften Bayerns heimisch sind – darunter auch der Große Brachvogel, eine seltene wiesenbrütende Vogelart, die im Ampermoos wieder eine Heimat gefunden hat.

Wiesenbrüterfreundliche Bewirtschaftung

Bei der Abschlussveranstaltung an der Streuwiese präsentierten verschiedene Aussteller ihre Maschinen und erklärten, wie naturverträgliche Wiesenmahd und Saatgutgewinnung möglich ist. Auch hiesige Landwirte wurden für eine wiesenbrüterfreundliche Bewirtschaftung sensibilisiert und zeigten vor Ort, wie sie die jährliche Streuwiesenmahd im Ampermoos durchführen.

Kleinod richtig nutzen und pflegen

Bei der Begrüßungsrede von Eugenie Scherb, der stellvertretenden Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbands, wies diese auf die Bedeutung des Streuwiesentags hin und wie wichtig es ist, dass dieser vielfältige Lebensraum mit seinem Artenpotenzial richtig genutzt und gepflegt wird. Der lpv-ffb unterstützt und berät Kommunen, Behörden, Eigentümer und Naturschutzverbände bei der Pflege und Entwicklung ihrer Flächen. „Wir achten auf unser regionaltypisches Landschaftsbild und eine nachhaltige Regionalentwicklung“, sagte sie. Für die Pflegemaßnahmen beauftragt der Verband vorwiegend örtliche Landwirte und Anbieter, die für die Umsetzung mit geeignetem Gerät zuständig sind.

„Im Ampermoos ist ein Kleinod an Artenvielfalt entstanden“, bekräftigte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler. Der Landschaftspflegeverband übernehme hierfür eine große Verantwortung, die es zu unterstützen gilt.

Ohne Mahd kein Brachvogel

Der Große Brachvogel war früher ein häufiger Brutvogel im Ampermoos. Als Ende der 1960er-Jahre die traditionelle Streuwiesenmahd aufgegeben wurde, fielen die Flächen brach und hohes Schilf sowie Gebüsche wuchsen auf. Damit verlor der Brachvogel die von ihm benötigte offene Landschaft. Seit Ende der 1970er-Jahre galt er als ausgestorben. Erst, als 1991 nach der Gründung des Landschaftspflegeverbands Fürstenfeldbruck die Streuwiesennutzung wieder aufgenommen wurde, verbesserten verschiedene Maßnahmen den Lebensraum für den Großen Brachvogel.

Nicole Burk

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