Landtagsabgeordnete Triebel besuchte Tierfreunde Brucker Land

Tierfreunde Brucker Land fordern mehr Aufklärung im Bereich Tierschutz

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Gabriele Triebel (Mitte) hat eine Katze aus ihrem Heimatlandkreis Landsberg auf dem Arm. Das Tier wird in der Auffangstation in Überacker von den Tierfreunden Brucker Land um die Vorsitzende Andrea Mittermeir (Linke) und Schatzmeisterin Maike Neuer versorgt.

Mehr Aufklärung in Sachen Tierschutz will die Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel betreiben. Das erklärte sie bei einem Besuch in der Auffangstation der Tierfreunde Brucker Land in Überacker. Für die ehrenamtlichen Helfer bleibt die Finanzierung ihres Engagements indessen schwierig.

Maisach/Überacker - Die Kommunen im Landkreis Fürstenfeldbruck haben die Bitte der Tierfreunde abgelehnt, sich mit einer Kopfpauschale pro Einwohner finanziell zu beteiligen – obwohl die Versorgung von Fundtieren eine kommunale Aufgabe ist. „In Landsberg ist es schon lange üblich, dass sich die Kommunen mit 50 Cent pro Einwohner beteiligen“, sagt Triebel, die aus dem Nachbarlandkreis kommt. Kaufering, wo sie Bürgermeisterin ist, überweise auf diesem Weg jährlich mehr als 5.000 Euro an das Tierheim. 

Tierschutz wird zu wenig unterstützt

Die Tierfreunde würden drei Festangestellte benötigen, ob die Arbeit zu bewältigen, erklärte die Vorsitzende Andrea Mittermeir. Da seien die Kosten für Infostände oder Tierarztbehandlungen und die Versorgung von Notfällen noch gar nicht berücksichtigt. „Das machen die Tierhelfer alles privat“, sagte Mittermeir. Das Problem sei, dass der Tierschutz an sich viel zu wenig unterstützt werde. Die Chefin der Tierfreunde fordert, dass der Tierschutz auf eine andere Ebene gehoben wird: „Die Einstellung muss sich ändern, es muss normal sein, dass man einem Tier hilft und das dann auch bezahlt wird“, sagte sie. Es könne nicht sein, dass jemand zum Beispiel eine angefahrene Katze in die Tierklinik bringt und dann auf den Kosten sitzen bleibt. „Das fördert nur, dass sich niemand mehr kümmert.“ Triebel erklärte, dass viel Aufklärung nötig sei – auch von politischer Seite. „Wir dürfen die Augen nicht verschließen.“ Sie bemängelte, dass das Verantwortungsbewusstsein der Menschen gegenüber Tieren immer mehr sinke.

Bauernhöfe werden zu Selbstbedienungsladen für Katzen

Das bestätigte auch Mittermeir: „Die Bauernhöfe werden praktisch zum Selbstbedienungsladen für Katzen.“ Wenn das alte Tier aus irgendwelchen Gründen nicht mehr passe, werde es einfach über eBay verkauft und auf diesem Wege ein neues geholt. „Es darf nicht mehr so einfach sein, sich Tiere zu holen“, sagte Mittermeir. Für ihr Anliegen sind die Tierfreunde auch gewillt, auf die Straße zu gehen. Trillerpfeifen für einen Flashmob in Landsberg haben sie bereits gekauft. Und auch im Brucker Landkreis sind bereits Aktionen in diese Richtung angedacht. Triebel sagte indessen zu, dass sie auf politischer Ebene Aufklärungsarbeit in Sachen Tierschutz leisten will. 

Andreas Daschner

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