Lebendiger Waldtag mit Kinderprogramm und Informationen in FFB – Der Wald ist eine Schlüsselbranche im ländlichen Raum

Der Stand der Waldbesitzervereinigung FFB e.V., betreut von Annette Hofner. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Umfassende Natur-Informationen und Objekt-Demonstrationen für groß und klein waren in der Kreisstadt und im Schwerpunkt Fürstenfeld für den Waldtag am 25. Sept. angesagt: Vorträge im Sparkassensaal, kleinen Stadtsaal und Säulensaal, dazu auf den Fürstenfelder Wiesen Ausstellungen und Vorführungen rund ums Holz. Ergänzt durch Holzkunst, Musik, Greifvögel, Jagdhunde.

Und ganz besonders viel Kinderprogramm zum Ausprobieren: Mit Holz zum Balancieren, Bauen, Betrachten und Ertasten der natürlichen Vorkommen wie Boden, Laub und Rinde. Hans-Jürgen Gulder, Leiter im Brucker Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatte neben den anwesenden eigenen 20 Mitarbeitern und weiteren 10 von den Waldbesitzervereinigungen allen Grund, zufrieden zu sein. Der Waldtag für Oberbayern könnte sich künftig bei vergleichbareni Wetterbegünstigungen zu einem Selbstläufer entwickeln. Allerdings - und das gibt der Amts-Chef zu - „ braucht das eine angemessene Vorbereitungszeit - und die nicht zu knapp!“ Dieses Mal hatte man mit Hilfe der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft rund 10.000 bayerische Waldbesitzer angeschrieben. Im Fürstenfelder Außengelände haben sie sich aus den Landkreisen FFB, Starnberg und Landsberg/Lech präsentiert. Für Hans-Jürgen Gulder, in der Forstverwaltung zuständig für Bruck, Dachau und Landsberg/Lech, eine außerordentlich erfreuliche Teilnahme, „denn für die Besucher aus den waldärmeren Großgemeinden im Landkreis mit ihren Kindern ist die hier am VA Fürstenfeld gegebene Waldnähe einfach ideal!“ Dazu kommt, dass die angebotenen Führungen auf dem nahen Waldparcours am Engelsberg in knapp 10 Minuten Fußweg zu erreichen sind. „Fürstenfeld ist für unsere Belange ein einfach großartiges Ambiente!“ Da könne die zu diesem Zeitpunkt gegebene Besucher-Konkurrenz durch die Münchner Wiesn leicht verschmerzt werden: „Das ist im September eh unvermeidlich!“ Insgesamt wolle man mit der angebotenen Zusammenballung forstwirtschaftlicher und auch umweltschonender Belange Kindern wie auch Erwachsenen informativ wie auch spielerisch alle Gesichtspunkte einer wachsenden Waldnachhaltigkeit vermitteln. „Der Wald schützt den Menschen, nicht nur im zumeist behüteten Bergwald.“ Alexander Kavka vom Landwirtschaftsamt hatte hierzu zwei Hochwasser-Modelle mit Siedlungshäusern im Bergwald aufgebaut: In einem mit übergelagertem, wasserspeichernden Wald-/Moosboden, im anderen mit einem völlig waldfreien Gelände. Schnell begriffen die Kinder mit ihrem Gießkannenwasser, welche verheerenden Folgen es für die Menschen hat, wenn der Wald als Schutzzone fehlt. Zu bewundern auf der Waaghäuselwiese auch die rundbogige Holzkonstruktion nach einem angeblichen Entwurf von Leonardo da Vinci: Stabilität in Vollendung, ohne einen einzigen Nagel oder andere Metallverbindungsteile, vorgestellt von Christina Bauer vom Forstrevier Gauting. Oder die Initiative „pro Holz“, als staatliche Einrichtung tätig für die über 190.000 Beschäftigten in einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in Bayern „und eine Schlüsselbranche für den ländlichen Raum …“ Demnächst zieht diese Organisation nach Bad Aibling um in ein vierstöckiges, reines Büro-Holzhaus. Oder die Waldbesitzervereinigung Fürstenfeldbruck, geleitet vom ehemaligen Forstdirektor Gottfried Haug. Man bietet professionellen Holzverkauf, Holzeinschlag mit Komplettservice, Pflanzensammelbestellung und Aufforstungen, Kultur- und Jungstandspflege, Motorsägekurse. Es tut sich was, im und mit dem Wald, zumal für den Mischwaldbereich.

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